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Da die Benutzung der Software im mitgelieferten Handbuch umfassend erklärt wird, werden hier nur die wichtigsten Schritte und Elemente beschrieben und einige Tipps gegeben. Stop Motion Pro kann auch als Trial-Version unter www.stopmotionpro.com bezogen werden.

Am besten wird die Aufnahmequelle, also z.B. die digitale Videokamera, vor dem Starten der Software mit dem Computer verbunden und eingerichtet, das erleichtert die weiteren Schritte. (Wird als Endprodukt Kinofilm angestrebt, so bestünde auch die Möglichkeit, die Einzelbilder über eine hochwertige digitale Fotokamera aufzunehmen.)

Nach dem Starten der Software wird durch Eintippen eines Namens ein neues Projekt eingerichtet. Danach wird automatisch das Videosignal im Dialogfenster "Capture Settings" angezeigt, das ideale Voreinstellungen enthält, es kann mit OK bestätigt werden.


Nun öffnet die Arbeitsumgebung: In einem Monitorfenster ist das Videobild der Kamera zu sehen, darunter befinden sich die Bedienungselemente der Software.
(Das Design ist einer 16-mm-Bolex-Kamera nachempfunden, die lange vor Video und Computer als Trickfilmkamera sehr beliebt war.)


Die Taste mit dem Kamera-Symbol löst die Einzelbildaufnahme aus (begleitet vom typischen Klang eines mechanischen Kameraauslösers), der Zähler links unten zählt die Aufnahmen mit.
Der Onionskin-Schieberegler erlaubt es dabei, die bereits aufgenommenen Bilder durch das aktuelle Videobild durchscheinen zu lassen.
Die aufgenommenen Bilder werden im TIF-Format im Moment der Aufnahme auf der Festplatte gespeichert.


Mit dem den Tasten in der linken Seite des Bedienfeldes kann man die Wiedergabe der aufgenommenen Bilder steuern: die Taste ganz rechts gibt die aufgenommene Sequenz einmal wieder, die Pausetaste links davon stoppt die Wiedergabe. Mit den nächsten beiden Tasten werden die Bilder im Einzelschritt dargestellt, die Taste ganz links spielt die Bilder in einer Schleife ab. Mit dem Schiebregler unterhalb der Tasten bewegt man sich beliebig vorwärts und rückwärts, ganz links ist ablesbar, welches Bild (frame) der insgesamt aufgenommenen Bilder (of) gerade dargestellt wird.

Im fps-Fenster wird die Geschwindigkeit der Wiedergabe in Bildern pro Sekunde dargestellt, wobei die Genauigkeit bei einer Wiedergabe des gesamten Filmbildes, abhängig von der Kapazität des verwendeten Computers, nicht exakt sein muss.


Mit den Tasten stored und live ist es möglich, zwischen aufgenommenen Bildern und aktuellem Video-Signal der Kamera zu wechseln. Somit kann man beispielsweise während des Aufnahmevorgangs zur Orientierung auf bereits aufgenommene Bilder zurückblicken, oder beim Betrachten der aufgenommenen Bilder zwischendurch zum aktuellen Kamerabild wechseln.


Die Taste editor öffnet die Arbeitsumgebung zum Arrangieren der aufgenommenen Bilder.

Die verkleinerten Darstellungen der Einzelbilder können in drei verschiedenen Größen dargestellt werden.

Mit copy & paste - Vorgängen kann die Reihenfolge auf verschiedene Arten verändert werden.
 

Verschiedenste System- und Voreinstellungen erreicht man über die Werkzeug-Taste.

Beim Anklicken öffnet ein Fenster mit den folgenden Optionen:

Mit Preview wird ein Vorschau-Video erzeugt, dessen Eigenschaften in den "System settings" definiert werden können. Die Preview-Videos dienen der raschen Kontrolle der aufgenommenen Sequenz in einer zuverlässigen Wiedergabegeschwindigkeit, das Fensters sollte daher nicht zu groß eingestellt werden. Durch Anklicken von "Preview" wird ein Video-File errechnet, auf der Festplatte gespeichert und in einem eigenen Fenster dargestellt.

Unter Toolbar settings können Eigenschaften der Bedienelemente festgelegt werden.

Wiedergabegeschwindigkeit: Die Wiedergabegeschwindigkeit (fps) ist frei einstellbar, so kann man etwa mit 8 fps die dreifache Wiedergabe einer Animationsphase im endgültigen Video simulieren.
 
 
Bilderanzahl pro Aufnahme: Die Anzahl der Einzelbilder, die pro Aufnahme erzeugt werden sollen, kann hier frei definiert werden.
 
 
Onionskin-Parameter: Die Anzahl der aufgenommenen Bilder, die von der Onioskin-Funktion angesprochen werden soll, ist ebenso frei wählbar, wobei Werte zwischen drei und maximal zehn Bildern sinnvoll erscheinen.
 
Loop-Parameter: Schließlich kann die Anzahl der Bilder festgelegt werden, die über die Loop-Taste abgerufen werden. Der praktische Nutzen dieses Vorganges besteht darin, dass während der Aufnahme zur Orientierung rasche Rückblicke auf die gerade aktuell erstellte Animationssequenz ermöglicht werden.
 
Die Overlay Settings bieten eine Reihe praktischer Werkzeuge, die speziell bei Objektanimation hilfreich sind.
Markierungen: Im Aufnahmebild können mit der Maus Markierungen gesetzt werden, an denen sich die Animatoren orientieren können, Farbe und Größe werden hier festgelegt. Diese Markierungen sind natürlich im aufgenommenen Bild nicht zu sehen.
 
 
Kaderzähler: Die Anzahl der bereits aufgenommenen Bilder kann in beliebiger Farbe, Größe, und Stelle im Aufnahmebild dargestellt werden.
 
 
Raster: Die Farbe eines Orientierungsrasters ist definierbar.
 
Kameraausschnitt: Zwei Kameraauschnitte können in Größe und Farbe frei definiert werden.
 
Alle Funktionen müssen dann über das Pull-down-Menü aktiviert werden.

Die Capture Settings definieren die Parameter der Aufnahmequelle und wurden bereits zu Beginn des Projektes definiert. Eine Abänderung während des Projektes ist eher unwahrscheinlich.

In den System Settings sind die folgenden Einstellungen wichtig:

Preview-Parameter: Hier können Größe, Format und Wiedergabegeschwindigkeit der Preview-Videos eingestellt werden. Damit lassen sich rasch von einem laufenden Projekt kleine Ansichtsvideos in den Formaten AVI und MPEG 1 erstellen. Auch der Speicherort lässt sich hier einstellen.
 
 
Wiedergabe-Qualität: Die Einstellung der Wiedergabequalität beeinflusst die Schnelligkeit der Wiedergabe aufgenommener Bilder im großen Monitorfenster.
 
 
Speicherort des Projektes: Diese Einstellung sollte am besten am Beginn jedes Projektes vorgenommen werden. Die automatisch im TIF-Format gespeicherten Einzelbilder können hier in der Bildauflösung (dpi) frei eingestellt werden, 72 dpi sind voreingestellt und im Fall einer Videoproduktion sinnvoll. Bei Verwendung einer digitalen Fotokamera könnte hier jedoch ein viel höherer Wert eingestellt werden.
 
Shortcuts: Schließlich lassen sich die zahlreichen Shortcuts beliebigen Tasten zuordnen.
 
Import / Export
Das Pull-down-Menü "File" bietet eine Reihe von Möglichkeiten für den Import und Export von Dateien.
Einzelne Bilder können in den Formaten TIF, BMP, JPG und TGA, Movie-Files im AVI-Format importiert werden. Der Export einzelner Bilddateien ist in den Formaten TIF, BMP und TGA möglich, Movies können als AVI- oder MPEG1-Files erstellt werden, wobei Format und Bildauflösung frei definierbar sind.


Praktische Beispiele zur Benutzung von Stop Motion Software werden in den Filmbeispielen demonstriert.
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