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Speziell für gezeichnete Trickfilme, aber auch im Bereich anderer Animationstechniken, ist ein Leuchtkasten unverzichtbar.

selbstgebastelter Leuchttisch, Innenansicht

Der Leuchtkasten (oder Lichttisch) wird benötigt, um die Zeichnungen durch mehrere Schichten Papier (2 bis ca. 8 Blätter) durchleuchten zu lassen. Beim Erstellen der Animation kann man sich dann an den jeweils bereits entstandenen Zeichnungen orientieren.

Ein einfacher Leuchtkasten ist relativ schnell gebastelt, es genügt eine Holzkiste in der Größe eines DIN A3 Blattes und mit einer Höhe von ca. 10 Zentimeter.

selbstgebastelter Leuchttisch, Außenansicht
Die Arbeitsfläche besteht am besten aus Acrylglas mit einer Stärke von 3 bis 5 mm, die Lichtdurchlässigkeit des als opal bezeichneten Acrylglases sollte 30% betragen.
Im Inneren des Leuchtkastens wird eine längliche Leuchtstoffröhre montiert, die wenig Hitze produziert, diese ist im Fachhandel erhältlich. Das Innere des Leuchtkastens sollte mit weißer Farbe ausgemalt sein, um die Lichtausbeute zu erhöhen, die Verwendung von Dispersionsfarbe bietet sich dafür an.
"Lightbox" aus dem Katalog
Professionelle Leuchttische für Zeichentrickfilm sind mit einer schrägen Arbeitsfläche ausgestattet und verfügen weiters über eine drehbare Scheibe, auf der die Zeichnungen montiert werden.
Damit kann das Zeichenblatt jederzeit in eine gewünschte Idealposition gedreht werden. Leuchttische mit diesen Ausstattungsmerkmalen sind ab ca. 150 Euro erhältlich, bei Eigenbau sind für Materialaufwand ca. 40 Euro zu rechnen.
 
Trickschiene
Trickschiene aus PlastikDie Zeichenblätter müssen am Leuchtkasten immer in der gleichen Position fixiert werden, damit die Zeichnungen zueinander passen und bei der Aufnahme mit der Kamera nicht herumwackeln. Eine Möglichkeit besteht darin, einen Winkel aus Metall oder Holz aufzukleben, die Blätter immer daran auszurichten und mit einem schweren Gegenstand im Eck zu beschweren.

 
Trickschiene, neben Scannerfläche aufgeklebt
Empfehlenswert ist die Verwendung einer Trickschiene mit zwei Stiften aus Plastik. Wenn die Zeichnungen mit einem Scanner eingelesen werden sollen, ist dieses Hilfsmittel unverzichtbar. Die Trickschiene kann dann auch am Scanner aufgeklebt werden und ermöglicht rasches und unkompliziertes Arbeiten.

Die Stifte des sogenannten Two Peg Pinbar's entsprechen dem Abstand eines handelsüblichen Bürolochers, mit dem die Zeichenblätter gelocht werden. Trickschienen aus Plastik können bei www.chromacolour.co.uk bestellt werden, allerdings ist das Porto für eine einzelne Schiene fast höher als der Kaufpreis einer Trickschiene.

 
Arbeitsfläche am Papier
Detailfoto vom Leuchttisch: Kamerakasch, Trickschiene
Detailfoto vom Leuchtkasten: Kamerakasch, darüber Papier, Hand mit Bleistift


Download "Kamerakasch" PDF Download PDF (3 kB)
Download "Kamerakasch mit Text" PDF Download PDF (3 kB)

Bevor mit dem Zeichnen begonnen werden kann, muss am Leuchttisch der Arbeitsbereich festgelegt werden, also jenes Feld am Blatt, in dem gezeichnet wird. Dieser muss dem Seitenverhältnis des verwendeten Aufnahmeformates entsprechen, bei Video ist das Standardformat derzeit (noch) 3:4.
 
Kamerakasch
Der dick gezogene, schwarze Strich markiert den Kameraausschnitt.
Die mit blau bezeichnete Malfläche ladet dazu ein, durchaus auch über den Kameraausschnitt hinauszumalen oder zu zeichnen, wenn es um Bildinhalte geht, die von ihrer Natur her über den Kameraausschnitt hinausragen, wie etwa die Linie des Hügels in der nebenstehenden Grafik. Es ist besser, wenn die Kamera aus einem etwas größer angelegten Bild einen Ausschnitt aufnimmt, es soll auch vermieden werden, sich im Fluss des Zeichnens von der Begrenzungslinie des Kameraausschnittes "bremsen" zu lassen.
Alle wichtigen Bildinhalte, wie unter anderem die Filmtitel - in der Illustration durch die Abbildung des Hauses angedeutet, sollen innerhalb des grün bezeichneten Feldes des Titelbereiches zu liegen kommen.

Der gewünschte Ausschnitt für die Arbeitsfläche wird am besten mit wasserunlöslichem Stift auf einer durchsichtigen Folie eingezeichnet, die am Leuchttisch fix montiert wird.
 
Kamerakasch unter der Kamera
Unter der Kamera wird ebenfalls eine Trickschiene gemeinsam mit einem Blatt Papier montiert, auf dem der Kameraausschnitt in gleicher Weise wie am Leuchttisch eingezeichnet wurde. Nachdem die Kamera auf diesen Ausschnitt justiert wurde, sind Arbeitsbereich am Leuchttisch und Kameraausschnitt identisch, die Zeichentrickfilmproduktion kann starten.

Die genaue Verwendung des Leuchtkastens ist im Kapitel Zeichentrick beschrieben.

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