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Medienerziehung und Lehrziel - lassen sich diese beiden Begriffe überhaupt vereinen? "Bildungs- und Lehraufgabe" - der kategorische Imperativ des Lehrplans - wie kann man sie auf einen Bereich anwenden, der sich überwiegend außerhalb der Schule abspielt?

Es heißt überall: Ein Erlass als Aufforderung zur Einbeziehung eines Unterrichtsprinzips in die Unterrichtsgegenstände ist zu wenig, es ist zu unverbindlich, ist ein Alibi der Verantwortlichen, denen zur Durchführung von Erziehungsaufgaben nichts Weiteres eingefallen ist. Diesen Vorwurf zu entkräften, ist die Absicht des Versuchs, Medienerziehung, ganz genau so wie den "richtigen" Gegenständen Bildungs- und Lehraufgaben zuzuordnen, sie gleichsam mit ihnen zu legitimieren.

Medienerziehung unterscheidet sich vom "Normalunterricht" primär dadurch, dass sie wesentlich von dem Wissen, den Erfahrungen abhängt, die die Kinder außerhalb der Schule erworben haben. Daheim, bei Gleichaltrigen und in der Welt als Ganzes. Die schulische Medienerziehung setzt bei diesem Wissen ein und versucht, es zu strukturieren, zu artikulieren, es bewusst und auch vielfältiger zu machen.

Medienerziehung sollte die Beziehung zwischen der Schule und der Welt außerhalb der Schule fördern und vertiefen - die Erfahrungen der Kinder außerhalb werden zwanglos in den Unterrichtsprozess eingebaut.

Das zwanglose Einbauen geschieht durch Aktivitäten, die bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten, Wissen und Verständnis verlangen. Wir sind damit schon bei der Terminologie von Bildungs- und Lehraufgaben angelangt, sind also schon mitten im Lehrplan.
Noch eine Überlegung: Dieser Strukturleitfaden für die Aktivitäten der Medienerziehung geht vom einfachen Kommunikationsmodell aus. Ähnlich der Textbetrachtung handelt es sich hier auch um eine Betrachtung - statt eines Textes, den wir als eine Organisation von sprachlichen Zeichen gewohnt sind, steht ein audiovisuelles Medium als Objekt unserer Betrachtungen. Der Einfachheit halber wird also in der Folge das audiovisuelle Medium ebenfalls als TEXT bezeichnet'

In sechs Bausteinen stellen wir Ihnen Grundprinzipien vor, die sich auf die Massenkommunikation – die "alten" Medien – beziehen, sie decken den Kompetenzbereich "Kritisches Verstehen" ab.

Und nun viel Erfolg beim Einsatz der Bausteine, die praktische Einstiegsmöglichkeiten in die Thematik bieten wollen.*


*) Die im Menü „Bausteine“ angebotenen Inhalte basieren auf der von Susanne Krucsay herausgegebenen Broschüre: „Materialien zur Medienerziehung. Bausteine einer Lehrzielbank.“ (BMBWK 2001)
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