Aufgabe 2: Kreative Medienproduktion – Ein Meme mit Botschaft gestalten

Memes gehoeren zu den praegendsten Kommunikationsformen der digitalen Kultur. In wenigen Sekunden transportieren sie Ideen, Emotionen und Haltungen – oft humorvoll, manchmal provokant, nicht selten mit ernstem Hintergrund. In dieser Aufgabe entwickelt ihr ein eigenes Meme zu einem Thema, das euch wichtig ist, und lernt dabei die Grundlagen visueller Kommunikation und viraler Verbreitung kennen.

Was macht ein Meme aus?

Ein Meme ist eine Kombination aus Bild und Text, die sich ueber soziale Netzwerke rasch verbreitet. Der Begriff geht auf den Evolutionsbiologen Richard Dawkins zurueck, der damit kulturelle Einheiten beschrieb, die sich aehnlich wie Gene replizieren und veraendern. Im digitalen Kontext bezeichnet man damit vor allem Bilder mit kurzen, praeegnanten Texten, die Stimmungen, Meinungen oder Kommentare zu aktuellen Themen transportieren.

Erfolgreiche Memes zeichnen sich durch bestimmte Merkmale aus:

  • Einfachheit: Die Botschaft muss auf den ersten Blick erfassbar sein.
  • Emotionale Resonanz: Ob Humor, Empoerung oder Solidaritaet – Memes funktionieren ueber Gefuehle.
  • Teilbarkeit: Das Format muss fuer soziale Netzwerke optimiert sein.
  • Anschlussfaehigkeit: Gute Memes laden dazu ein, sie weiterzuentwickeln oder zu variieren.

Die Herausforderung

Entwickelt in einer Stunde ein eigenes Meme zu einem Thema, das euch persoenlich betrifft oder das ihr fuer gesellschaftlich wichtig haltet. Orientiert euch an den folgenden fuenf Schritten:

Schritt 1: Gruppen bilden und Thema waehlen

Bildet Teams von drei bis fuenf Personen. Jede Gruppe waehlt ein eigenes Thema, das in Form eines Memes dargestellt werden soll. Das kann ein lokales Anliegen sein, ein globales Problem oder ein Thema aus eurem Schulalltag. Wichtig ist, dass ihr eine klare Position dazu habt und etwas mitteilen wollt.

Schritt 2: Das richtige Bild finden

Das Bild ist das Herzsueck jedes Memes. Ueberlegt, welches Motiv euer Thema am besten visuell auf den Punkt bringt. Ihr habt mehrere Moeglichkeiten:

  • Eigenes Foto aufnehmen: Nutzt euer Smartphone, um ein passendes Motiv direkt in eurer Umgebung zu fotografieren.
  • Zeichnung erstellen: Manchmal trifft eine einfache Skizze den Kern besser als ein Foto.
  • Freie Bilder verwenden: Wenn ihr fremde Aufnahmen verwendet, achtet unbedingt auf die Nutzungsrechte. Plattformen mit frei lizenzierten Bildern bieten eine gute Auswahl.

Schritt 3: Einen Titel formulieren

Der Text eines Memes ist knapp und praegnant. Er soll die Botschaft auf den Punkt bringen und im Zusammenspiel mit dem Bild eine neue Bedeutungsebene eroeffnen. Formuliert einen kurzen Satz oder eine Frage, die auf die Bedeutung eures Themas hinweist. Nutzt eine beliebige Bildbearbeitungs-App, um den Text in das Bild einzufuegen.

Schritt 4: Zum Handeln aufrufen

Ein gutes Meme bleibt nicht beim Aufmerksammachen stehen – es motiviert zum Handeln. Formuliert einen konkreten Aufruf: Was soll geschehen? Was koennen die Menschen tun, die euer Meme sehen? Der Aufruf soll kurz und konkret sein.

Schritt 5: Ergebnisse analysieren

Praesentiert eure Memes der gesamten Gruppe und stimmt ab. Orientiert euch bei der Bewertung an folgenden Kriterien:

  • An welche Zielgruppe richtet sich das Meme?
  • Welche Stimmung erzeugt das Bild?
  • Welche Informationen werden vermittelt?
  • Gibt es einen klaren Aufruf zum Handeln?
  • Erzeugt das Meme Neugier und den Wunsch, mehr zu erfahren?
  • Wuerde man es in sozialen Netzwerken teilen?

Hintergrundfragen zur Vertiefung

  • Warum verbreiten sich manche Memes innerhalb von Stunden millionenfach, waehrend andere unbeachtet bleiben?
  • Koennen Memes ein Mittel politischer Kommunikation sein? Welche Chancen und Risiken birgt das?
  • Wo verlaeuft die Grenze zwischen Humor und Manipulation in der Meme-Kultur?
  • Welche ethischen Ueberlegungen sollten bei der Erstellung und Verbreitung von Memes beruecksichtigt werden?

Weiter zur naechsten Aufgabe

Vom visuellen Kurzformat geht es nun zum bewegten Bild. In der naechsten Aufgabe produziert ihr einen eigenen Videoclip. Weiter zu Aufgabe 3: Videoproduktion.