[mla] PreisträgerInnen 2012

Das Printprojekt “über I morgen”

 

Was denken eigentlich Jugendliche über die Zukunft? In welche Richtung kreisen ihre Gedanken und wie hoffnungsvoll sind sie? Wir trafen ein Projektteam, das ein eigenes Buch zu diesem Thema herausgegeben hat. Das Besondere daran? Die jungen Projektteilnehmerinnen hatten nicht nur ihr schriftstellerisches, sondern auch ihr unternehmerisches Können unter Beweis gestellt.

 

Christian Schartner und Simon Mörwald sind ein eingespieltes Duo. Seit mehreren Jahren realisieren sie an der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HBLW) Landwiedstraße in Linz Printprojekte.

 

Wir haben uns mit den beiden Kollegen und zwei ihrer Schülerinnen, Sarah und Sabrina, getroffen, um uns mit ihnen über das Projekt „über I morgen – Erzählungen und Nachrichten von der Zukunft“ zu unterhalten. Auf Basis eines gemeinsam erarbeiteten Fragebogens hatten 12 Schülerinnen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler befragt, was ihre Gedanken über die Zukunft sind. In den so entstandenen Geschichten geht es nicht nur um Familien- und Berufswünsche, sondern auch um Umwelt, Gesellschaft und Religion.

 

Das Besondere bei diesem Projekt bestand darin, dass die Schülerinnen im Rahmen des Projektes mit der „Junior Company“ kooperierten und dadurch die Möglichkeit hatten, ein eigenes Versuchsunternehmen zu gründen. Die jungen Projektteilnehmerinnen lernten dadurch, ihr wirtschaftliches Know-how unter Beweis zu stellen – und sie erwiesen sich als geschäftstüchtig: Die Auflage von 200 Stück verkauften sie im Handumdrehen. Zielgruppe waren in erster Linie Verwandte, Freunde und weitere LehrerInnen. Für ihr Buch wurde das Schülerteam beim [mla] 2012 in der Kategorie „Print“ ausgezeichnet.

 

 

Bei unserem Besuch erfuhren wir nicht nur, warum die beiden Kollegen Medienbildung für sinnvoll erachten, sondern auch, warum sich in der Akzeptanz von schulischen Medienprojekten ein erfreulicher Wandel vollzogen hat!

 

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Der Medienschwerpunkt an der Europaschule Linz

 

Auf welche Prinzipien legt eigentlich eine Schule Wert, die einen eigenen Medienschwerpunkt hat? Wir haben uns in der Europaschule Linz umgeschaut und mit Direktor Stefan Giegler und zwei LehrerInnen gesprochen, um herauszufinden, wie sie schulische Medienarbeit in der Schulpraxis umsetzen.

 

Die Europaschule Linz hat schon viele Auszeichnungen bekommen und das nicht nur im Medienbereich. Die Teilnahme an Wettbewerben ist ein wichtiges Prinzip der Schule, denn auf die Öffnung der Schule nach außen legt Direktor Stefan Giegler großen Wert. Für ihn ist schulische Medienarbeit kein Luxus, sondern ein unerlässlicher Bildungsauftrag in der heutigen Zeit.

 

Stefan Gieglers KollegInnen Julia Steininger und Wolfgang Wagner haben beim [mla] 2012 in der Kategorie „Medienbildung“ mit ihren Klassenteams einen Preis gewonnen. Ihre SchülerInnen hatten nicht nur mehrere Videos produziert, sondern auch einen Blog kreiert, auf dem sie ihre Medienprojekte (wie z. B. Videos und Fotografieprojekte) regelmäßig veröffentlichen.

 

Julia Steininger und Wolfgang Wagner sind froh, dass die Schulkultur der Europaschule Linz auf viele Freiheiten angelegt ist. Bei der Realisierung der Medienprojekte können sie ihre Stunden blocken und die üblichen Zeitbeschränkungen damit häufig umgehen. Den beiden Lehrkräften ist wichtig, dass ihre SchülerInnen in einem Lernumfeld tätig sind, in dem sie ihre Kreativität uneingeschränkt ausleben können. Auch sie erachten die Medienprojekte ihrer SchülerInnen als ein wichtiges Sprachrohr zur Außenwelt.

 

Wir haben auch die SchülerInnen des Medienschwerpunktes getroffen. Als sie uns einige ihrer Videoproduktionen zeigten, waren sie kaum zu bremsen!

 

 

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