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Das Projekt: RADIO POLY

 

Sich selbst in Szene setzen – ohne dabei sichtbar zu sein! Nicht ein Widerspruch? Dass es geht, davon konnte ich mich selbst überzeugen, als ich die SchülerInnen der RadioPoly-Gruppe vor kurzem traf und ihnen bei der Arbeit über die Schultern schauen durfte. Beachtlich war die Diskutierfreude der aufgeweckten Radiogruppe – alle Ideen und Gedanken konnten so frei gesammelt und ausgetauscht werden. Sobald es ans Lesen in verteilten Rollen ging, gehörte die Aufmerksamkeit allein den Vortragenden. Es konnte losgehen!

 

 

Aber wie erzeugt man eigentlich Aufmerksamkeit lediglich durch die Anwendung der eigenen Stimme? Und wie verschafft man sich überhaupt Gehör in einem Zeitalter, in dem alle Arten von Medien Informationen immer schneller an uns herantragen? Verlernen wir angesichts eines Überangebots an audiovisuellen Reizen vielleicht eine der wichtigsten Kulturtechniken überhaupt: das Hinhören und Zuhören?

 

Dass Radioarbeit genau an dieser Stelle ansetzt und dabei Wissensvermittlung und komplexes Sprachverständnis auf eine Art kombiniert, die sogar Spaß macht, zeigen die Erfahrungen des Projektes RadioPoly, das seit dem Schuljahr 2010/11 an der Polytechnischen Schule (PTS) Wien 3 durchgeführt wird. Dieses Projekt möchte längerfristig und nachhaltig SchülerInnen und LehrerInnen der PTS für das Medium Radio gewinnen – nicht nur, um die Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen, sondern vor allem, um dieses Medium als Werkzeug der Kommunikation für ihre spezifischen Anliegen zu nutzen.

 

Was genau wird bei RadioPoly gemacht?

 

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Das Projekt: MULTIMEDIALE LITERATUR

 

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Video-Link: http://vimeo.com/34549034

 

Wie realisiert man ein spanndendes Medienprojekt? Und wie lassen sich Texte mit Hilfe neuer Medien visualisieren? Wer sich von einer kreativen Umsetzung inspirieren lassen möchte, sollte sich unbedingt das Projekt Multimediale Literatur anschauen, das mit Unterstützung der Kunstlehrerin Petra Suko am G19 in Wien durchgeführt wurde. Selbstverfasste Textbausteine und bekannte Literatur-Zitate wurden mittels dadaistischer Stilelemente miteinander verwoben. Offenbart wird eine Welt, in der SchülerInnen ironische Fragmente pointiert aufdecken und mediale Grenzen selbstbewusst ausloten.

 

Die von den SchülerInnen bereits zuvor verfassten Texte wurden mittels Einzelbilder, Fotos, sowie Video- und Handymaterial collagenartig visualisiert. Basismaterial waren experimentelle dadaistische Texte wie z.B. Lautgedichte, die gelesen und in der jeweiligen Filmgruppe als Ausgangsmaterial dienten. Die vier entstandenen Clips wurden im Internet veröffentlicht und im Juni 2011 in der Kunsthalle Wien im Rahmen des Festivals Vienna Independent Shorts präsentiert.

 

Um mehr über das Projekt zu erfahren, haben meine Kollegin Magdalena Holczik und ich Petra Suko in einer Buchhandlung in Wien getroffen und mit ihr über die inhaltliche und technische Umsetzung des Projekts gesprochen. Dabei ging es nicht nur um die konkrete Realisierung, sondern auch um persönliche Erfahrungen als Kunstlehrerin, sowie das Medienverständnis ihrer SchülerInnen.

 

 

Das vollständige Interview mit Petra Suko über MULTIMEDIALE LITERATUR

 

Lisa Badura: „Multimediale Literatur“ ist ein Text- und Bildgewaltiges Projekt und öffnet viele mediale Zugänge. Wie entstand das Thema?

 

Petra Suko: Zusammen mit zwei meiner Kollegen haben wir überlegt, was Ausgangsmaterial sein könnte. Sind es Bilder oder Texte? Wir sind auf Literatur und Text gekommen mit der Idee, Literatur zu verbildlichen. Darüber kamen wir dann auf Dadaismus, Nonsens, Experimentelle Literatur. Die Texte wurden von den SchülerInnen im Fachbereich Deutsch selbst verfasst und dienten dann als Ausgangsmaterial für mein Projekt: dem Visualisieren von Text. Mein Ansatz ist die VJ-Kultur, die auf visuelle und audiovisuelle Kunst abzielt. Zum Beispiel gibt es Lesungen, wo KünstlerInnen experimentelle Literatur lesen und zu diesen Texten Visualisierungen gemacht werden. Wie verknüpft man also Text mit Bild? Während unseres Projektes gab es eine Ernst Jandl* Ausstellung im Wien Museum. Viele meiner SchülerInnen haben sich diese Ausstellung angeschaut. Ich glaube, es war eine gute Anregung, weil es auf dieser Ausstellung Lesungen gab und experimentelle Visualisierungen der Gedichte vorgestellt wurden.

 

*Ernst Jandl (1925-2000) war Wiener Poet und gehörte dem Literatenkreis der Wiener Gruppe an. Jandl schrieb vor allem experimentelle Lyrik und verwendete die phonetischen, visuellen und akustischen Dimensionen der Sprache als literarisches Mittel. Seine Arbeiten umfassen visuelle Poesie, Lautgedichte und Werke, die der Konkreten Poesie zugeordnet werden.

 

Wie setzte sich Ihre Projektgruppe zusammen?

Das Projekt wurde am G 19 in Wien gemacht. Die Gruppe bestand aus ungefähr 18 SchülerInnen. Sie  waren in der 7. Klasse und 16 bis 18 Jahre alt. Wir haben die SchülerInnen in 4 Projektgruppen geteilt, die dann parallel betreut wurden.

 

Wie sieht die technische Ausstattung an Ihrer Schule aus?

Wir haben einen Zeichen-Saal mit einem kleinen Computerlabor, in dem 3 iMacs zur Verfügung stehen. Zusätzlich haben wir noch 2 schuleigene MacBooks verwendet.

 

Kommen wir zum Projektverlauf. Wie sah er in etwa aus?

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Trailer media literacy award [mla]

 

 

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Video-Link: http://vimeo.com/32358811