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Straßenmusik

HTBLVA Graz Ortweinschule (Stmk.)
9. Schulstufe
Animation - VIDEO PREISTRÄGER 2019

Inhalt

Ein Straßenmusiker mit seinem Akkordeon zieht den Spott zweier Passanten auf sich. Nicht, weil er schlecht spielen würde. Sondern weil sich seine Hautfarbe so stark vom weißen Teint der Passanten abhebt: Der Mann ist blau. Wozu gesagt werden muss, dass die Protagonisten Holzfiguren mit gelenkigen Gliedern und keine menschlichen Darsteller sind. In seiner Not kommt dem Straßenmusiker der rettende Einfall: Er übermalt sein blaues Äußeres mit weißer Farbe. Prompt darf er sich über Beifall und neue Beliebtheit erfreuen. Doch schon wenig später fliegt die Tarnung durch einen folgenschweren Fehler auf.

„Straßenmusik“ ist die erste filmische Arbeit der beiden Schülerinnen Nora Puntigam und Leonie Potoschnig an der Ortweinschule. Der Film handelt von Diskriminierung und Respekt, vom Bedürfnis nach Zugehörigkeit und der Angst vor Isolierung. Es geht um Individualität und Konformität, um Außenseitertum und Gruppenzwang. All das wird angesprochen, ohne dabei eine eindeutige Lesart vorzugeben – und genau darin liegt die Stärke dieser knapp einmütigen Arbeit.

Projektleitung: Christoph Korb

Jurybegründung

Der Animationsfilm “Straßenmusik” nimmt sich mit einfachen Mitteln eines schwierigen Themas an. Der von zwei Schülerinnen entwickelte und produzierte Stop-Motion-Film arbeitet mit Holzmännchen, Farbe und Musik, um rassistische Tendenzen, wie sie uns fast alltäglich begegnen, in Szene zu setzen und das Publikum wachzurütteln. So nimmt man sich nach dem Film ein Stück weit selbst an der Nase und geht aufmerksamer durch die Straßen, um die Musik zu hören und Rassismus keinen Platz zu geben.