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Schaut her! Ich zeig’s euch digital!

Waldorfschule Klagenfurt (Ktn.)
8. Schulstufe
MEDIENDIDAKTIK PREISTRÄGER 2019

Inhalt

Zweifelsohne leben wir in einer Gesellschaft, in der Medien allgegenwärtig sind. Umso wichtiger ist es, mit digitalen Medien souverän und reflektiert umgehen zu können. Denn medienkompetent sein bedeutet auch, sich der eigenen Nutzung bewusst zu sein. Nur so lässt sich der Umgang mit Medien verschiedenster Art bewusst gestalten.

Das Projekt „Schaut her! Ich zeig’s euch digital!“ ist in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien-und Kommunikationswissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt entstanden. Mit dem Ziel, die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern beziehungsweise Lehrerinnen und Lehrern zu fördern. Dazu fanden in sechs verschiedenen Schulen in Kärnten Workshops statt, in denen Kinder und Jugendliche ihren eigenen Medienumgang reflektierten, dokumentierten sowie eigene Medienprodukte erstellten.
Entstanden sind unter anderem eine interaktive Fotoausstellung, ein digitaler Comic, ein digitales Märchen, die Konzeption eines Computerspiels und Tipps für ein gutes Miteinander im Netz. En passant eigneten sich die Heranwachsenden dabei wichtige Medienkompetenzen an. Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

An der Walddorfschule Klagenfurt haben sich Schülerinnen und Schüler dazu folgende Fragen gestellt: „Ich und digitale Welten, wie sieht das aus? Welche Themen kommen auf in einer Gesellschaft des Verbundenseins, des Verkabelt-, des Vernetztseins? Wie kann man diese Themen darstellen und übersetzen?Ausgehend von diesen Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler vernetzt, verbunden und verkabelICHt. Das Ergebnis all dieser Überlegungen mündete schließlich in den Kurzfilm „KABELich“. (Aus der Projektbeschreibung)


Projektleitung: Ulrike Wöhlert
Projektkooperation: Nicole Duller (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt)
Link: https://wskl.at/de/schaut_her/

Jurybegründung

Der im Rahmen des Projekts „Schaut her! Ich zeig’s euch digital!“ entstandene experimentelle Kurzfilm ist die künstlerisch-kreative Dokumentation einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit sozialen Medien und darüber hinaus auch ein assoziativ-kritischer Kommentar zu aktuellen Medienentwicklungen. Anhand performativer Elemente werden beliebte soziale Netzwerke wie WhatsApp, YouTube oder Instagram inszeniert und kritisch unter die Lupe genommen. Im Film sind Mensch und Maschine zu Mischwesen verschmolzen, das Internet wurde zu einer Art zweiten Natur – zu einer Digisphäre. Die metaphorischen und symbolischen Bilder des Films werfen zentrale Fragen zum zukünftigen Leben in einer digital vernetzten Gesellschaft auf, geben Raum für medienkritische Reflexion und legen schließlich eine Befreiung aus der digitalen Umklammerung nahe.
Irgendwie beruhigend zu wissen, dass sich Jugendliche auch diesen medienkritischen Aspekten der Digitalisierung widmen. Gratulation!