Vier mögliche Antworten
Antwort 1
"Ich male nicht, was ich sehe, ich male, was ich denke." (Pablo Picasso)
(Quelle: "Rembrandt war kein Maler." – Interview mit Peter
Greenaway in Die Zeit, 29. 12. 2005)
Antwort 2
"Bilder sind nicht bloß eine spezielle Art von Zeichen, sie sind vielmehr so etwas wie ein Schauspieler auf der Bühne der Geschichte, eine Gestalt oder ein Charakter von legendärem Status in einem historischen Zusammenhang, der den Geschichten entspricht und an ihnen beteiligt ist, die wir uns über den Gang unserer Entwicklung erzählen: einer Entwicklung von Geschöpfen, die 'nach dem Bilde' eines Schöpfers geschaffen sind, zu Wesen, die sich selbst und ihre Welt nach ihrem eigenen Bilde schaffen." (W. J. T. Mitchell: Bildtheorie. Suhrkamp, Frankfurt/Main 2008, S. 19)
Antwort 3
"Unser Problem lautet nicht: 'Werden unsere Sehnsüchte befriedigt?' Sondern: 'Woher kennen wir sie?' Menschliche Sehnsucht ist nichts Spontanes, nichts Natürliches. Unsere Sehnsucht ist künstlich. Sie muss uns beigebracht werden. Das Kino ist die wahrhaft perverse Kunstform. Es gibt einem nicht, was man sich wünscht, sondern lehrt die Sehnsucht."
(Slavoj Žižek: The Pervert's Guide to Cinema)
Antwort 4
Bilderwelten sind oft gefährlich, abgründig, unverständlich, roh und unzivilisiert. Als Fetische kommunizieren sie mit dem Unbewussten. Hinter den Fassaden der Bildhaftigkeit verbirgt sich ein Sprung in der Moderne, dem rationales, vernünftiges und modellhaftes Denken fremd ist. Eine andere Welt, eine andere Wahrnehmung, Löcher in der Moderne, Abgründe, Ängste, Wahnvorstellungen, Gewalt und Irrationalität.
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