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Um vor der Kamera gut zu wirken und den Körper und seine Ausdrucksmöglichkeiten sinnvoll einsetzen zu können ist wieder einmal ein "Sich-Stellen" nötig – diesmal dem Äußeren und den Bewegungen.

Als Vorübungen für die Gelenkigkeit:

Hände lockern: imaginäres Klavierspielen, Wellenbewegungen – 1-, 2-mal, dann locker ausschütteln

Arme: erst links, dann rechts kreisen, schütteln (aus der Schulter); gezielt nach rechts und links zeigen, über imaginären Kopf streicheln

Beine: über Knie wackeln, eine Art Welle erzeugen, sodass der ganze Körper "durchgewellt" wird
Als Vorübung für das Äußere:

Einige Fotos von sich hernehmen, auch solche, auf denen man vielleicht nicht gerade vorteilhaft erscheint, und genau ansehen:
Warum wirke ich auf einem Foto gut, am anderen weniger? Ist vielleicht eine Seite meines Gesichtes weniger freundlich? Wie ist meine Haltung, meine Frisur? Sollte ich vielleicht abnehmen? – Hier gibt es viele persönliche Varianten. Manches lässt sich leicht ändern, z. B. eine Frisur, anderes wieder schwerer oder nur längerfristig (z. B. die paar Kilos zu viel).

Darauf kommt es auch gar nicht an, denn ich soll ja eine bestimmte Situation, eine bestimmte Person vor der Kamera präsentieren, darstellen. Viel wichtiger ist herauszufinden, wie ich diese Person gut darstellen kann. Man kann davon ausgehen, dass z. B. ein 1,80 m großer junger Mann selten als einer der 7 Zwerge besetzt wird (außer in einer Persiflage).

Selbst bei ModeratorInnen, die sozusagen sich selbst präsentieren, ist es weit wichtiger sicher zu wirken (und am besten auch zu sein) als "schön" zu sein. Gerade sogenannte Mängel können charmant wirken und gerade das speziell Persönliche ausmachen, das dem Publikum gefällt. Abgesehen davon, dass es auch darauf ankommt, welchen Inhalt ich wie vermittle (wofür ich wiederum nicht nur die Körpersprache, sondern auch Atem, Stimme, Sprache etc. nutzen kann und soll).

So weit, so gut. Jetzt gilt es, das bewusste Auftreten zu üben. Dafür ist bereits ein Spiegel hilfreich, noch besser eignet sich aber eine (Video-)Kamera, da ich die Aufnahmen öfter ansehen und analysieren kann.

Prinzipiell gilt als goldene Regel vor der Kamera: Weniger ist mehr!


Non verbale, "pure" Körpersprache erfahren 
einfach mich vor der Kamera bewegen, Grimassen schneiden, mich beim Schreiben, beim Essen filmen
erst ein Thema überlegen, festlegen, was ich darstellen möchte:
z. B. Gehen, Freude

Vor der Kamera experimentieren, Varianten ausprobieren …
Gehen: schnell gehen, weich gehen, steif gehen, hinken, Wechselschritt, …
Freude:
einmal nur mimisch: lachen, lächeln, grinsen, strahlen, …, dann mit Körpersprache ergänzen (Arme in die Luft vor Freude, mich selbst umarmen, …)
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