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Sie erfolgt gemäß den aktuell geltenden Sprachregeln. Da wir eine lebende Sprache sprechen, müssen wir akzeptieren, dass sie sich im Lauf der Zeit etwas ändert – dadurch auch manche Ausspracheregeln.



Ein paar aktuelle Beispiele:

1) R:
War es früher für eine gute, gehobene Aussprache unbedingt erforderlich, das rollende R zu lernen, so trifft das heute nur mehr für den Bereich Bühne zu. In diesem Bereich ist es ja überhaupt notwendig als Darstellungselement Sprache und Aussprache in allen möglichen Varianten zu lernen und als Gestaltungsmittel einer Rolle einsetzen zu können.
Heute gilt, wenn das R gesprochen wird, das leicht anklingende R als optimal.


  REGEL:
Das r- wird leicht anklingend gesprochen

… nach jedem A hart, Wahrheit
… nach kurzem e, i, o, u lernen, Birne, Ort, Urteil

 HÖRBEISPIEL 12
 
Das R wird als "gedachtes R" gesprochen, als sogenannter Schwalaut

nach langen (geschlossenen) Vokalen (außer eben A)
Pferd, Tor, hier, Geburt, Tür, vier, vor …
 
 HÖRBEISPIEL 12a
 
2) die Endsilbe -ig:
Früher gab es genaue Regeln, wann die Endsilbe -ig als "-ich" ausgesprochen wird und wann als "-ig". Die diese Regeln gelernt haben, setzen sie auch heute noch ein – sowohl im Alltag, als auch bei Aufnahmen für Funk oder TV und natürlich (wenn es passt) auf der Bühne.

Heute wird immer mehr die Endsilbe -ig als "-ig" gesprochen, also ewig, nötig.
Ausnahme: vor einem K als "-ich", z. B. bei Kleinigkeit/Kleinichkeit, Ewichkeit, Notwendichkeit …). Das klingt einfach besser als g/k gleich hintereinander gesprochen.

 
 Hörbeispiel 13

3) die Endsilbe -en:


 wird in der Regel geschluckt - z.B.: geben, hüllen, teilen, fahren …
 
Ausnahmen: In den Endsilben -men, -nen, -chen, -jen, -ngen (also: brummen, meinen, Märchen, Bojen, Verlangen …)

4) dávon und davón: Dieses Beispiel bezieht sich nicht auf eine neue Regel, sondern auf eine leider in letzter Zeit in Hinblick auf die Sinnvermittlung rein effektmäßig eingesetzte Betonung.

Der Grund ist klar: Es wirkt tougher. Jedoch ist der Sinnzusammenhang für die HörerInnen unverständlicher.
 
Dávon ist rückbezüglich - bezieht sich auf das vorher Gesagte. Z. B.: "X meint, die Brücke soll doch nicht gebaut werden, dávon will Y nichts wissen."

Davón ist weiterführend, das, worauf es hinweist, folgt erst. Z. B.: "Das kommt davón, dass ich sehr früh aufgestanden bin."
 
 Hörbeispiel 14
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