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Die Basis für jede Arbeit mit Körper und Stimme. Für das Sprechen, die Arbeit vor der Kamera bzw. on stage im Speziellen, ist die Zwerchfell- und Flankenatmung zu trainieren.

Wie nehme ich ihn wahr?
Erklärung: Der Atem funktioniert wie ein Blasbalg.

Das ist spürbar: Beim Einatmen weitet sich der Körper, beim Ausatmen geht er zusammen. Das ist das Zeichen für die richtige Atmung. Die ganzheitliche Atmung besteht aus der so genannten Bauch- oder Zwerchfellatmung, der Flankenatmung und der Brustatmung. Da für das Sprechen vor allem die zwei ersten wichtig sind, nun Erklärung und Übungen dazu.

Die
Flankenatmung
Beim Einatmen erfolgt die Erweiterung und beim Ausatmen eine Verengung der unteren Brustpartien, vorwiegend durch die Zwischenrippenmuskulatur bedingt.

ÜBUNG FÜRS ERSTE SPÜREN
Am besten spürt man diesen Blasbalgeffekt des Atemvorgangs im Liegen – je nachdem wie man sich wohler fühlt in der Bauch- oder Rückenlage.

Um die Reaktion des Körpers beim Ein- bzw. Ausatmen zu spüren kann man eine Hand oder ein Buch (mittlere Stärke und Größe) auf den Magen-Bauchbereich oder auf den Rücken gleich oberhalb der Taille legen.

Jetzt 1 x durchatmen Erst einatmen und dann in einem weichen Bogen ausatmen: Es müsste jeweils ein Heben und Senken des Buches merkbar und vielleicht sogar schon körperlich in der "Taillengegend" spürbar sein.

Die Zwerchfellatmung
Unterhalb oder besser innerhalb der unteren Rippenbögen befindet sich der Zwerchfellmuskel, eine daumendicke quer verlaufende Muskelplatte. Dieser Muskel ist sozusagen für das Atmen zuständig. Sie ist für das Sprechen wichtig! Der Zwerchfellmuskel ist ein unwillkürlicher Muskel, er funktioniert von selbst.

Einfacher Beweis: Wie oft am Tag (oder gar in der Nacht) denken wir daran atmen zu müssen? Und doch funktioniert das Ein- und Ausatmen "von selbst", denn:
Atmen ist ein lebenserhaltender Reflex.

An sich könnte und sollte ich merken, dass sich der Körper Atem holen will, ich habe den Impuls einzuatmen. Damit meldet sich der sogenannte reflektorische Atem.
D. h.: Der Körper holt sich – so man ihn lässt – automatisch immer so viel Atem, wie ihm seit dem letzten Einatmen entnommen wurde. Daher ist nach (zu) langen Sprechphasen das Einatmen entsprechend lang oder – wenn dann rasch Atem geholt wird – entsprechend hörbar.

  HÖRBEISPIEL 1
  
Die Verbindung von Zwerchfell- und Flankenatmung erfolgt an sich automatisch. Sie sind nur unterschiedlich spürbar:
Die Zwerchfellatmung wird auch im Stehen meist gut wahrgenommen, die Flankenatmung eher in so genannten Schutzhaltungen, z.B. in der Bauchlage, in der Pantherhaltung (auf allen Vieren). Ziel des Atemtrainings ist die gute, ruhige Atemführung ...

Also: Durchatmen oder Gähnen und ein wenig Nachspüren helfen in vielen Situationen. Die Lockerung wird von Physis und Psyche als angenehm empfunden. Besteht kein Problem (z. B. Atemnot), dann stimmt mein Atem-Rhythmus.

Er kann übrigens muskulär durch die Bauch- bzw. Flankenmuskulatur unterstützt, trainiert werden. Das klappt unbewusst wie auch bewusst. – Bauch einziehen dient nicht nur dazu, den Reißverschluss einer engen Jeans schließen zu können, sondern kann auch unterstützend bei den Stütz-Übungen helfen. Denn der Zwerchfellmuskel ist dabei in Aktion …

Achtung: anschließend ist wieder loszulassen (was man ja auch macht, sobald der Reißverschluss zu ist).

Diese muskuläre Unterstützung wird als Atemstütze bzw. kurz Stütze bezeichnet. Sie soll und muss immer wieder durch Training aktiv gehalten werden.

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