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Muybridge-Streifen
 
Anima (lat.):
Geist, Seele
Animationsfilm: (leblosem Material) Geist einhauchen, es zum Leben erwecken
Das Motiv einer gehenden Figur - aus den unterschiedlichsten Materialien gefertigt und mit den unterschiedlichsten Techniken umgesetzt - bildet das Leitmotiv für diesen Workshop über Animationsfilm.

 
Muybridge Walking
Zoom
Als Ausgangspunkt ist oben die Fotoserie eines gehenden Menschen abgebildet, die Eadweard Muybridge hergestellt hat. Muybridge hat am Ende des 19. Jahrhunderts, noch vor der Erfindung der Kinematografie, Bewegungsstudien unter der Verwendung mehrfacher Fotokameras erstellt. Seine zahlreichen Fotoserien, die alle erdenklichen Bewegungsarten verschiedenster menschlicher und tierischer Wesen abbilden, sind bis heute eine wichtige Arbeitsgrundlage für den Animationsfilm.
 
Die Geschichte des Animationsfilmes beginnt lange vor der Erfindung der Kinematografie. Bereits in steinzeitlichen Höhlenmalereien oder altägyptischen Darstellungen wird Bewegung, ähnlich wie bei einem Zeichentrickfilm, in einzelnen Bewegungsphasen dargestellt. Mit der Laterna Magica wird es im Mittelalter möglich, gezeichnete und gemalte Abbildungen zu projizieren, Anfang des 18. Jahrhunderts wird diese Erfindung um die Möglichkeit bewegter Bilder erweitert.

Eine ganze Reihe optischer Spielzeuge und prä-kinematografischer Apparaturen ermöglicht es, immer komplexere Bewegungsabläufe darzustellen. Emile Reynaud präsentiert mit seinem "Théâtre Optique" im Jahr 1892 erstmals eine Projektion eines handgezeichneten Filmstreifens, bevor die Brüder Lumière drei Jahre später die erste "photografische"' Filmprojektion vorstellen.
Heute haben sich die Erscheinungsformen von "Animation" auf viele Bereiche der Kunst, der Unterhaltungsindustrie und des Alltags ausgebreitet. Seit etwa 1980 ist ein neuerlicher internationaler Boom im Bereich Animationsfilm zu beobachten, der an der Vielzahl neu gegründeter Ausbildungsstätten, Produktionsstudios, Fernsehsender und Animationsfilmfestivals ablesbar ist.
Neben einer Renaissance der klassischen handwerklichen Animationstechniken, die durch digitale Aufnahmetechniken weitergeführt und erweitert werden, sind durch Computeranimation völlig neue Möglichkeiten entstanden.
   
 
Animationsfilme fürs Kino kennen wir als 2-D-Animationen (in Anlehnung an den klassischen Zeichentrickfilm) und als 3-D-Animationsfilme (Toy Story, Shrek etc.). Computeranimation wird aber auch allgemein im Kinofilm immer öfter zur Simulation von realistisch wirkenden Hintergründen (u.a. Titanic) oder überhaupt zur Erschaffung "digitaler Charaktere" (u.a. Jurassic Park) benutzt. Aus 3-D-Computerspielen sind humanoide "digitale Akteure" bereits bekannt, der Schritt zum digitalen Schauspieler auf der Kinoleinwand ist durchaus denkbar.
 
Storyboard
In der zeitgenössischen bildenden Kunst tritt Animation in den unterschiedlichsten Formen auf - von Internetkunst bis zur interaktiven Installation. Im Alltag begegnen wir Animation immer öfter in Form von bewegten Bilderfolgen, die die sprachliche Mitteilung ersetzen, etwa auf Handy- oder großflächigen Hinweis- und Werbe-Displays.
 
Trickfilmstudio im Wohnzimmer
Für den Bereich der privaten Nutzung werden gerade in den letzten Jahren immer mehr leistbare Aufnahmegeräte (digitale Foto- und Filmkameras), Computer und Software angeboten, sodass das digitale (Trick-)Filmstudio im Wohnzimmer bereits für viele Realität geworden ist.

Dieser Workshops soll einen rascher Einstieg in die Praxis des Animationsfilmes ermöglicht. Den Ausgangspunkt bildet das Studio, hier wird eine einfache und leistbare Konfiguration eines digitalen Trickfilmstudios vorgestellt.

Wichtige Grundbegriffe der Animation werden durch drei einfache Übungen mit Mitteln des Zeichentrickfilms vermittelt, das Kapitel zu Drehbuch und Storyboard erörtert wichtige Planungsschritte vor der Umsetzung eines Trickfilmprojektes.

Anhand von Beispielfilmen für Zeichentrick, Legetrick, Modell-Animation und Animation am PC werden exemplarisch grundlegende Animationstechniken vorgestellt.
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