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Vorbemerkung
Professionelle Puppen für Stop Motion Trickfilme arbeiten prinzipiell mit hochwertigen Armaturen, die ein exaktes Bewegen und Arretieren aller Elemente zulassen und nicht abbrechen. Diese Armaturen sind zumeist kostspielig und werden für große Produktionen (Wallace and Gromit, Nightmare before Christmas, Jurassic Park etc.) von Spezialstudios erstellt.

Eine Zwischenlösung zwischen teuren Profi-Armaturen und der hier vorgestellten Eigenbau-Version bilden Drahtarmaturen - Sets, die gekauft werden können. Dabei werden für Schultern, Becken und Füße fixe Blöcke angeboten, in die die Drahtverbindungen eingeschraubt werden können.
Herstellung der Trickfilm-Puppe
Bei der hier vorgestellten Puppe wurde alles selbst gebastelt, auf professionelle Gelenke wurde verzichtet. Das wichtigste Material ist der Aluminiumdraht, der erst nach oftmaligem Biegen abbricht. Um Gelenke zu erhalten, wurde für jene Teile, die stabil bleiben sollen (also etwa Ober- und Unterschenkel im Falle des Beines), der Draht durch ein Kupferröhrchen geschoben.

Becken und Schulter wurden aus Balsa-Holz angefertigt, weil dieses besonders leicht ist.


Um zwischen Aluminiumdraht und Holzelementen Verbindungen herzustellen, wurden kleine Löcher in die Holzteile gebohrt, Kupferrohranschlussstücke oder der Aluminiumdraht selbst wurden mit Epoxyharz verklebt, weil dieser besonders stabil aushärtet.
Als Kopf wurde eine Papiermaschèekugel verwendet, die mit Plastilin umhüllt wurde. Üblicherweise wird das gesamte Puppen-Skelett mit verschiedensten Materialien überzogen oder eingehüllt, um einen Körper zu erhalten (Plastilin, Gusslatex, Kostüme etc.).
Das schwierigste Problem beim Animieren der Puppe ist die Stabilität. Was tut man, damit sie nicht dauernd umfällt?
Eine Möglichkeit besteht darin, das jeweilige Standbein am Boden zu fixieren, etwa durch eine Schraube, die durch die Bodenplatte hindurch geschraubt wird. Diese Methode kommt bei Metallfüßen in Frage. Andere Ratgeber schlagen vor, für die Kamera unsichtbare Stützen zu verwenden. Eine weitere Lösungsmöglichkeit besteht darin, störende Bildelemente zu retouchieren, etwa indem im Bildbearbeitungsprogramm (z.B. Adobe Photoshop) die aufgenommenen Bilder "freigestellt" werden, dies ist jedoch ein äußerst zeitaufwendiger Weg.
Bei der hier vorgestellten Puppe wurden auf den Sohlen der Füße kleine Magnete angebracht.
 
Arbeitsprozess
Nach dem eher aufwendigen Bau der Puppe wurde eine Aufnahmebühne aufgebaut, die aus dem metallischen Einlageboden eines Wandregals und einem roten Hintergrund-Karton bestand. Nach Ausleuchtung der Szene wurden die üblichen acht Bewegungsphasen erstellt. Für die Anpassung der einzelnen Bewegungsphasen zueinander war die Zwiebelschalenfunktion der Software unverzichtbar notwendig.


Die erstellten Video-Einzelbilder wurden in ein Videoschnittprogramm importiert und zur Animation zusammengestellt.
 
Materialien:
Balsa-Holz, Aluminium-Draht (1,5 mm), Kupferröhrchen (2 mm), Holzkugeln, halbierte Holzkugeln, Papiermaschée-Kugeln, Plastilin, Bast, Stoff, Magnete, Wackelaugen.
Hilfsmittel:
Bohrmaschine, Metallsäge, Schleifpapier, Epoxyharz-Kleber.
Hardware: Videokamera, Computer
Software:
Stop Motion Software
Herstellungsdauer:
Einkauf Utensilien: 2 Stunden, Puppenbau: 5 Stunden, Animation: 3 Stunden
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