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Als Einleitung zum Thema der Übung 2 - "Hammer und Amboss" - ist diese Animation vorangestellt, die veranschaulichen soll, dass in einer Animation nicht die Form der Objekte, sondern ausschließlich deren zeitliches Verhalten Auskunft über die dargestellten physikalischen Eigenschaften gibt.

Als Einzelgrafik betrachtet sehen wir einen Kreis und ein Quadrat, ohne spezielle Eigenschaften damit zu verbinden. In der Bewegung wird der Kreis, weil er "rollt", zur Kugel, und nach der Interaktion mit dem Quadrat erscheint uns dieses als Würfel: einmal als "Betonsockel", einmal als "Kartonschachtel", wobei bei der Kartonschachtel speziell die beiden leicht gedrehten Zeichnungen den Eindruck der Leichtigkeit unterstützen. Wir ordnen dem vorgestellten Würfel aufgrund seines zeitlichen Verhaltens die Eigenschaften "schwer" und "leicht" zu. Auch die Kugel erhält aufgrund der Interaktion mit dem Würfel Materialeigenschaften. Im Aufprall mit dem Betonsockel wird sie aufgrund der zwei gequetschten Zeichnungen zu einem Gummiball. Die Kugel, die die Pappschachtel wegschiebt, muss zumindest aus Holz oder Stein sein.

In der folgenden Übung "Hammer und Amboss" sollen nun ebenfalls Materialeigenschaften dargestellt werden und die aus Übung "Rollender Ball" bekannte Methode zur Erzeugung von Bewegungsdynamik angewandt werden.

Aufgabenstellung
Ein Hammer aus Eisen schlägt auf einen Amboss aus Gummi.
Die Skizzen zeigen die Hauptphasen der Animation: links die Ausgangssituation, rechts die extreme Deformationsphase des Gummiwürfels. Aus der Skizze der Pfadanimation rechts wird deutlich, dass der Hammer beim Herabsausen beschleunigen und beim Zurückfedern abbremsen soll.
Analyse
Stauchung und Dehnung, Übertreibung

Das Beispiel macht die Bedeutung von Darstellungsmethoden klar, die in einem Disney'schen Formelkanon als Squash and Stretch und Exaggeration bezeichnet werden. Das Quadrat erweitert seine Ausdrucksmöglichkeiten um jene der Deformation und erscheint nun als elastischer und widerstandsfähiger Gummiwürfel, wobei die Zeichnungen unmittelbar nach der extremen Deformation sehr wichtig sind.


 

Der Würfel erscheint in seiner extremen Deformationsphase gequetscht, beim Zurückfedern leicht gedehnt, dazwischen liegt noch eine Zwischenphase, um den Vorgang wahrnehmbar zu machen. In ähnlicher Form war dies beim am Betonblock aufprallenden Gummiball aus dem einleitenden Beispiel bereits sichtbar. Im Beispiel von Hammer und Amboss kommt ein Element deutlich sichtbar dazu, jenes der Übertreibung. Aber genau dadurch wirkt die Animation lebendig und unter Umständen lustig.

Die kleine Hammeranimation von Itchy und Scratchy zeigt eine weniger analytische Umsetzung desselben Vorganges.

Weiterführend könnten hier Übungen zu noch weicherem oder flüssigem Material anschließen, etwa die Animation eines Steines, der ins Wasser geworfen wird, etc.

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