 Die
Frage, ob vor dem Interview eine Art Vorgespräch geführt
werden soll, muss situationsbezogen entschieden werden. Das
Vorgespräch dient dazu, die bestmöglichen Rahmenbedingungen
herzustellen. Meist wird bei der telefonischen Interview-Anfrage
ein kurzes Vorgespräch geführt, der Journalist stellt
sich vor, teilt der Interview-Partnerin das Medium, die Form der
Publikation und den Interview-Gegenstand mit. Grundsätzlich
sollte dem eigentlichen Interview eine kommunikative Aufwärmphase
vorausgehen, ein Smalltalk, der hilft, die Interview-PartnerInnen
in Stimmung zu bringen und sie zu entkrampfen. In diesem lockeren
Vorgespräch kann auch über die Vorgangsweise, technische
Fragen etc. gesprochen werden, das Interview selbst sollte aber
möglichst nicht "geprobt" werden. Es gilt die Regel:
so viel wie unbedingt nötig, so wenig wie möglich.
Vor allem bei größeren Interviews zu breiteren Themen
sollte die kurze Unterredung vor dem Interview dazu genutzt werden,
den Interviewverlauf und die Themengliederung
zu klären. Auch das dient dazu, eine entspannnte
und kommunikative Atmosphäre zu schaffen.
Für Radio-ReporterInnen gehören Aufnahmegerät und
Mikrofon zum Handwerkszeug, mit dem sie geschickt und schnell umgehen
müssen, damit die Interviewpartnerinnen durch Herumkramen mit
den Geräten nicht verunsichert werden. |
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