 Um
ein Interview inhaltlich präzise vorbereiten zu können,
muss die Themenstellung eingegrenzt werden. Ich muss als InterviewerIn
mein Interviewziel festlegen.
Ich muss wissen, welche Aussage das Interview haben soll und was
es den HörerInnen bringen soll. Aufbauend auf den Informationen
zur Sache oder zur Person, die im Zuge der Recherche zusammen getragen
wurden, kann eine Interview-Strategie entworfen werden. Dazu ist
es notwendig, das Interview vor seiner Durchführung zu "verfassen",
also eine ideales Interview zu skizzieren.
Das heißt, es müssen auch die möglichen Antworten
im Kopf durchgespielt werden, an die die weiteren Fragen anknüpfen.
Wobei es beim tatsächlichen Interview dann darauf ankommt,
mit den eigenen Plänen so flexibel wie möglich umzugehen.
Denn manchmal ist es notwendig auf nicht erwartete Antworten einzugehen,
nachzuhaken und andere als die geplanten Fragen zu stellen.Eine
fix und fertig ausformulierte Fragenliste kann sich als Korsett
erweisen, das den Gesprächsverlauf einschnürt.
Das genaue Vorformulieren der Fragen
ist aber dennoch sinnvoll, vor allem dann, wenn der Sachverhalt
kompliziert ist und wenn die Fragen ins Detail gehen. Häufig
werden die aufgelisteten Fragen beim Interview dann gar nicht mehr
angeschaut, die schriftliche Vorbereitung hilft jedoch, die eigenen
Fragen auswendig zu kennen.
Prinzipiell
lässt sich festhalten: Je besser und genauer ein
Interview vorbereitet wurde, umso flexibler kann der Interviewer
agieren. Wer mit seinen eigenen Fragen vertraut ist, fühlt
sich im Gespräch sicher und kommt unter Umständen mit
einem Stichwortzettel aus. Je kürzer die Interview-Zeit ist,
umso präziser will das Interview geführt sein. Einzelfragen
und ihre Abfolge sollten dann unbedingt ausformuliert festgehalten
werden. |
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