 Jeder
Journalist und jede Journalistin muss sich als Erstes ein Grundwissen
über das Thema, das er/sie behandeln soll, aneignen. Für
die Recherche stehen verschiedene Quellen und Hilfsmittel zur Verfügung.
Wer auf der Jagd nach brauchbaren Infos ist, sucht vielleicht ein
Zeitungs- oder Tonband-Archiv
auf, besorgt sich Sendungsmitschnitte,
hält sich mit Agenturmeldungen, Presseaussendungen
und den Berichten anderer (Konkurrenz-) Medien auf dem Laufenden,
schlägt in Lexika nach,
vertieft sich in Bücher oder surft durchs Internet.
Neben der Archiv- und Dokumentenrecherche sind Telefonate
und persönliche Gespräche
wichtige Instrumente der Informationsbeschaffung. Zu Beginn der
Recherche ist es sinnvoll, möglichst viele Auskunftspersonen
zu eruieren und nachzuforschen, wer alles über das Thema Bescheid
wissen könnte. Viele Auskünfte, etwa bei Ämtern und
Behörden, lassen sich telefonisch einholen. Vor allem bei komplizierteren
Sachverhalten ist es aber meist leichter, durch ein persönliches
Gespräch an die gewünschten Informationen heranzukommen.
Die gute Vorbereitung auf diese Gespräche ist ebenso notwendig
wie die richtige Fragetechnik,
auf die es beim Recherchieren ankommt. So muss der recherchierende
Journalist einerseits sachkundig konkrete Detailfragen stellen,
andererseits auch mit provokanten Fragen die Gesprächpartnerin
aus der Reserve locken können.
Im Radio ist es wichtig, die informative Befragung und Recherche
vom Interview abzugrenzen. Soll mit einer Person ein Interview fürs
Radio gemacht werden, so geht es bei der Recherche darum, möglichst
viele Informationen über diese Person bzw. das relevante Thema
zusammenzutragen. In einem Gespräch oder Vorgespräch kann
dem Interview-Partner eine allgemeine Beschreibung des Themas gegeben
werden, die genauen Fragen sollte der Journalist aber nicht verraten.
Das Radio-Interview würde sonst an Spontaneität und Dynamik
verlieren. |
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