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Die nonverbale Kommunikation wird in ihrer Bedeutung häufig unterschätzt. Denn auch wenn beim Radio-Interview die nonverbalen Elemente (Gestik, Mimik, Stimme, Körpersprache), da die visuelle Ebene wegfällt, nicht so zentral wie beim Fernseh-Interview sind, ist auch hier nicht nur das "Was", sondern auch die Art, "wie" etwas gesagt wird, wichtig. Tonfall, Stimme und Stimmung liefern zusätzliche Informationen. Von nonverbaler Kommunikation beeinflusst wird aber auch das Verhältnis zwischen Frager und Befragtem. Ein interessierter Blick kann zum Weitersprechen animieren, ein skeptischer Gesichtsausdruck zum Hinweis für eine kritische Frage werden. Gleichzeitig werden Gesichtsausdruck, Gestik und Verhaltensweisen des Interviewten der Reporterin wertvolle Hinweise darauf geben, wie die Fragen ankommen und wie die Antworten zu bewerten sind.

RadiojournalistInnen müssen darauf achten, sich während eines Interviews auf nonverbale Kommunkationsformen zu beschränken, wenn sie Interesse, Neugier und Skepsis bekunden, während die Interviewte spricht. Das bedeutet vor allem: sich des oft unbewusst geäußerten "hm" bewusst zu werden und es möglichst zu vermeiden. Denn wenn das Interview als Grundlage für einen Bericht mit O-Ton verwendet wird, wird das "hm" von den ZuhörerInnen als störend empfunden.
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