 Da
unter Zeitdruck üblicherweise keine guten Interviews zu Stande
kommen, ist es notwendig, genügend zeitlichen Spielraum für
das Gespräch auszuverhandeln. Stehen InterviewerIn und Interview-PartnerIn
unter Stress, so wird der Dialog verkrampft und sprunghaft.
Die Interview-Zeit richtet sich nach dem
Umfang des Fragenkatalogs, den ich vorbereitet habe.
In zehn Minuten kann bestenfalls auf drei, vier Fragen eingegangen
werden. Habe ich zehn wichtige Fragen zu stellen, sollte das Interview
länger als eine halbe Stunde dauern, auch wenn ich bei der
Bearbeitung des Interviews möglicherweise nicht alle Aspekte
unterbringen kann.
Es gilt die Formel: Je knapper
die Zeit, umso stärker müssen die thematischen Aspekte
und Fragestellungen eingegrenzt werden. Dazu kommt, dass auch das
Vorgespräch vor dem eigentlichen Interview, durch das ein kommunikatives
Klima hergestellt werden soll, Zeit braucht. Bei der Terminvereinbarung
ist es also wichtig, Interview-PartnerInnen klar darauf hinzuweisen,
wie viel Zeit ich benötige, und mich zu vergewissern, dass
sie dieses Zeitbudget auch zur Verfügung haben. |
|