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Ja-Nein-Fragen:
Durch die implizite Antwortvorgabe kann der Befragte nur mit "Ja", "Nein" oder "Ich weiß nicht" antworten.

Beispiele: "Haben Sie bereits journalistische Erfahrungen?"
  "Glauben Sie, dass diese Broschüre hilfreich ist?"

Diese Frageart hat den Effekt, dass sie den Befragten eine Entscheidung aufzwingt und zu klaren Feststellungen führt. Sie bremst aber den Redefluss.
 
Wissenfragen:
Durch die Eingrenzung der Frage auf einen einzelnen Sachverhalt soll die Befragte Wissen in Form eines Fakts mitteilen.

Beispiele: "Wie viele Semester haben Sie Publizistik studiert?"
  "Welchem Zweck genau dient Ihre Reise?"
 
Diese Frageart hat den Effekt, durch eine knappe Beantwortung einen zuvor ungenauen oder offenen Sachverhalt zu präzisieren. Sie kann auch der Überprüfung des Wissensstands einer Person dienen.

In der Praxis ist meist eine gute Mischung aus offenen und geschlossen Fragetypen sinnvoll. Denn Interviews, bei denen ausschließlich offen gefragt wird, bleiben vage. Interviews mit zu vielen geschlossenen Fragen wirken wiederum eindimensional. Zu viele Ja-Nein-Fragen können den Dialogfluss ins Stocken bringen. Außerdem können sie sich psychologisch negativ auswirken. Die Befragte fühlt sich möglicherweise verhört und verschließt sich.

Fragen mit einer Antwort-Vorgabe sind Alternativ- oder Entscheidungsfragen. Es handelt sich um eine halbgeschlosse Frageform, die meist mit dem Wort "Oder" konstruiert wird und dadurch das Antwortfeld eingrenzt.

Beispiel:
Welche Medien bevorzugen sie als Konsumentin: Zeitungen, Radio oder Fernsehen?

Als Effekt dieser Frageart soll die Befragte zwar eine inhaltliche Aussage machen, gleichzeitig wird sie aber daran gehindert, allzu ausbreitend zu erzählen.

Zu den offenen Fragearten zählen auch die Aufforderungs- und Motivationsfragen:


Aufforderungsfragen
zielen darauf ab, eine ausführliche und zugleich persönlich gefärbte Antwort zu erhalten. Diese Fragen bestehen meist aus zwei Teilen: der Bezeichnung des Gegenstands und der Aufforderung zum Reden.


Beispiele:
"Sie haben sich für einen Radio-Journalismus-Kurs angemeldet. Erzählen Sie uns von Ihren Erwartungen!"
 
"Wir möchten über journalistische Erfahrungen sprechen. Was können Sie uns dazu sagen?"

Diese Frageform wirkt auffordernd und bietet dem Befragten ein großes Antwortfeld. Das Antwortverhalten lässt sich nicht steuern.


Motivationsfragen
sind in ihrer Formulierung zuwendend. Sie verfolgen die Absicht, die Interview-Partnerin zu ermuntern, zu bestätigen oder aufzubauen.

Beispiele:
"Jetzt, nachdem Sie Ihre ersten Radioerfahrungen gesammelt haben - wie geht es nun weiter?"
  "Ihre erste Radio-Sendung ist Ihnen recht gut gelungen. Wie haben Sie das zu Wege gebracht?"
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