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Moderner Mensch - Leonardo da VinciWir wissen nicht, wie Ökonomie funktioniert. Generationen von Mathematikern und Ökonomen haben bisher vergeblich versucht, eine störungsfreie funktionierende ökonomische Theorie zu entwickeln. Im Zentrum der neoklassischen Theorie steht das Prinzip des "Homo oeconomicus", also die Modellvorstellung, dass jedes Individuum rational handelt und unter den gegebenen Alternativen stets diejenige auswählt, die ihm den größten Nutzen bringt.

Der schottische Moralphilosoph Adam Smith gilt als Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre. In seinem 1776 erschienenen Buch "An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations" untersuchte er die Natur und die Ursachen für den Wohlstand der Nationen. Er definierte den Reichtum eines Staates über die "Summe aus dem Ertrag von Boden und Arbeit".

Smith widmet sich als Moralphilosoph auch einer der Kernfragen der Ethik: „Was ist bedeutsamer: das allgemeine, gesellschaftliche Glück oder das persönliche, individuelle Glück?“ Seine Folgerung lautete, dass das allgemeine, gesellschaftliche Glück maximiert wird, indem jedes Individuum im Rahmen seiner ethischen Gefühle versucht, sein persönliches Glück zu erhöhen. Populär geworden ist der Begriff der unsichtbaren Hand: Das eigennützige Streben der Menschen trage zum Wohl der gesamten Gesellschaft bei. Durch die unsichtbare Hand werde gleichzeitig auch das allgemeine, gesellschaftliche Glück erhöht. Ob dies tatsächlich zutrifft, ist eine Kernfrage des wissenschaftlichen Diskurses.
 

Wikipedia Links

Karl Marx
John Maynard Keynes
Milton Friedman
Neoklassische Theorie
Wikipedia: Wirtschaftsportal

 
Spieltheorie
Spieltheorie
2007 erhielten Leonid Hurwicz, Eric S. Maskin und Roger B. Myerson den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Ihre „Mechanismus-Designtheorie“ ist ein Teilgebiet der Spieltheorie und geht davon aus, dass ein Markt nicht durch eine unsichtbare Hand für eine optimale Verteilung der Ressourcen sorgt, sondern ein unvollkommener Markt vorherrscht.

1928 legte der Mathematiker John von Neumann seine Spieltheorie vor und gelangte in der Folge (1944) zu der Überzeugung, eine Methode zur Lösung von wirtschaftswissenschaftlichen Problemen gefunden zu haben. Kluge ökonomische Entscheidungen wären „nur“ eine Frage der mathematischen Kalkulation und der gesamte Prozess der wirtschaftlichen Entscheidungsfindung mit Hilfe von Computern möglich.

Eine praktische Anwendung der Spieltheorie für Wirtschafts- und Verhaltensforschung wird im Ultimatumspiel abgebildet, das verschiedene Variationen des Nutzens untersucht. Zum Begriff Nutzen in der Wirtschaft.
 
 
Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben

Stanley Kubrick hat in seinem Spielfilm „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben" auf die Logik der Spieltheorie Bezug genommen, denn das Konzept der nuklearen Abschreckung basierte auf der Spieltheorie. Der Kalte Krieg ist Vergangenheit und Dr. Seltsams „Spiel“ hätte das Ende für den Planeten bedeuten können. In der modernen Welt durchdringt nun eine kapitalistische Ökonomie alle Bereiche des Lebens und formt dadurch auch einen wesentlichen Teil der Alltagskulturen.
 

Wie wird dieses Spiel enden?
FraktaleBenoit B. Mandelbrot
hat als Erfinder der fraktalen Geometrie und als Mitbegründer der Chaostheorie erstaunliche Einblicke in die Natur geliefert. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich auch mit den Finanzmärkten:



„Es ist nicht zu glauben, dass wir so wenig darüber wissen, wie Menschen reich oder arm werden, wie es dazu kommt, dass sie bequem und gesund leben oder in Not und Krankheit sterben. Finanzmärkte sind die Maschinen, in denen sich ein Großteil menschlicher Wohlfahrt entscheidet, und doch wissen wir mehr darüber, wie die Motoren unserer Autos funktionieren, als darüber, wie unser globales Finanzsystem arbeitet. Wir schlittern von Krise zu Krise. In einer vernetzten Welt breitet sich Chaos auf dem einen Markt sofort auf alle anderen Märkte aus – und wir haben nur eine schwache Ahnung, warum das geschieht oder wie das zu steuern wäre. Unser Wissen ist so begrenzt, dass wir nicht auf die Wissenschaft, sondern auf Schamanen zurückgreifen. Wir legen die Kontrolle über die größte Ökonomie der Welt in die Hände einiger älterer Herren, der Zentralbankiers. Wir begreifen nicht, was sie tun. Doch wir trauen ihnen blindlings zu, dass sie die Geister der Ökonomie irgendwie dazu veranlassen können, uns finanziellen Regen und Sonnenschein zu bringen und uns vor Frost und Pestilenz in den Finanzen zu bewahren.“
(Benoit B. Mandelbrot: Fraktale und Finanzen. S. 347)

ONLINE LABOR:
 

Wiener Börse für Einsteiger

Die Wiener Börse hat gemeinsam mit Pädagogen und dem Österreichischen Wirtschaftsmuseum Informationen rund um den Kapitalmarkt für den Unterricht zusammengestellt und verständlich aufbereitet.
http://www.wienerborse.at/beginner/

OEKU-Online
ist ein transdisziplinärer Content Pool zu Ökonomie, Kultur und Umwelt und basiert auf einem gleichnamigen Projekt unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Elke Mader am Österreichischen Lateinamerika-Institut. Die Site bietet kritische Lerneinheiten zum Thema Ökonomie. http://www.lai.at/web/oeku/

Lerneinheiten http://www.lai.at/web/oeku/lerneinheiten.html

 
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