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Fotografie
Fotografie1839 erfand Louis Daguerre eine Technik zur Herstellung von fotografischen Abbildungen – Daguerreotypie genannt. Die Herstellung war kompliziert und teuer. Später erfand William Talbot eine Technik zur Herstellung von Negativen auf Glasplatten. Auch dieses Verfahren war aufwendig und kompliziert. Georg Eastman entwickelte ein Verfahren, das die Fotografie wesentlich vereinfachte, einen emulsionsbeschichteten Papierfilm. Er vermarktete das Prinzip unter dem Motto: „Du drückst den Knopf, und wir erledigen den Rest.“ Eastmans Idee hatte nicht nur wirtschaftliche Bedeutung, sondern wirkte sich auch auf die Gesellschaft aus, denn erstmals konnte eine Vielzahl an Menschen Orte und Geschehnisse erblicken, die sie davor nie zu Gesicht bekommen hätten. Die Amateurfotografie versetzte sie nun in die Lage, sich von ihrem eigenen Leben ein Bild zu machen. Das zog auch eine Reihe von Gerichtsurteilen nach sich. „Die Gerichte sollten zum Beispiel entscheiden, ob ein Fotograf, gleich ob Amateur oder Fachmann, eine Erlaubnis einholen musste, bevor er Bilder seiner Wahl aufnehmen und drucken durfte. Sie entschieden dagegen.“
(Lawrence Lessig: Wesen und Zukunft der Kreativität. Open Source Press 2006, S. 43)

Film
FilmstreifenFilm ist als multimediale Textur zu verstehen, die Zeit und Raum modelliert. Einstellungsgrößen und Schnittfolgen bilden dabei die Basis der Montage. Gleichzeitig ist die Ästhetik nicht nur Ausdruck einer industriellen Technologie, sondern simuliert, zerhackt und montiert Identitäten, Gesellschaft und Alltag zu populärkulturellen Facetten. Doch erst im Auge des Betrachters Geschlechtsspezifische Bezeichnungen wird die fotografische Abbildung zum Ausdruck von Lebensstilen, Kritik und zum Vergnügen. Die Populärkultur ist allen zugänglich und errichtet keine Zugangshürden wie etwa die Hochkultur. Als massenkulturelles Element erfolgreicher demokratischer Kommunikation ist sie nunmehr fest verankert in der westlich orientierten Welt.

Fernsehen
„Fernsehen ist nämlich erstens das, was als Nächstes kommt; zweitens das, was auf dem anderen Kanal läuft, und drittens das, was die anderen sehen.“
(Lorenz Engell: TV-Pop. In: Walter Grasskamp u.a. (Hg.): Was ist Pop? Zehn Versuche. Fischer, Frankfurt/Main 2004, S. 189)

TV-FernbedienungIn den 1950er-Jahren bis zur Mitte der 1980er-Jahre orientierte sich das europäische Fernsehen weitgehend am Film, am Theater und am Radio und war in den meisten Ländern staatlich organisiert. Es war sprachorientiert und spezifischen hochkulturellen Werten und Bedeutungen verpflichtet, erhob den Anspruch auf Wahrhaftigkeit und Wahrheit. „Es genoss Vertrauen und warb um Vertrauen.“ (Lorenz Engell: TV-Pop. S. 195).

Ab 1985 vermehrte sich durch die Einführung des Privatfernsehens das Angebot rasant und es bildete sich zunehmend eine fernsehspezifische Formensprache aus. Als wichtiges Element der Programmgestaltung gilt ab diesem Zeitpunkt die Fernbedienung. Zappen wurde zum stilprägenden Element der TV-Wahrnehmung. Aus einer Vielzahl an Programmen konnten sich nun die ZuseherInnen ihr Programm selbst zurechtschneiden. Die Ökonomie der Aufmerksamkeit und die Einschaltquote wurden zum Maßstab von Plausibilität und Überzeugungskraft.

YouTube
YouTubeGegenwärtig zeichnet sich durch das Internet eine weitere Entwicklung ab. Das Fernsehen einerseits setzt auf Varity-Shows, zappt sich dabei selbst durch alle Kanäle, kommentiert Verweise und Zitate. Der Moderator als VJ sampelt Comedy Kollegen und erfindet Superstars und Sieger in einem unendlich scheinenden Strom aus digitalen Bild- und Tontexturen. Auf der anderen Seite formiert sich auf YouTube und anderen Internetkanälen die geballte Macht der vormaligen Couchpotatoes. Nun wird fotografiert, gefilmt, musiziert, gepostet, gebloggt, gechattet und ausgetauscht. Mit einem Mausklick kann der und die Einzelne dem globalen Dorf sein bzw. ihr Programm zur Verfügung stellen: eigenes Programm herstellen und weltweit publizieren. Das Fernsehen wird sich neu erfinden müssen. Seit wir die Möglichkeiten der neuen Kommunikationstechnologien erahnen, erscheint es uns fast absurd, sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Raum in ein bestimmtes Programm einzuloggen. Mit der Fernbedienung und dem Videorecorder waren wir ja schon lange auf der Suche:

„Wenn das Fernsehen seine eigene Oberflächlichkeit nicht versteckt, seinen Mangel an Konzentration auf das Gegebene und seine Bevorzugung des möglichen Nächsten und anderen ausspielt und das Aufgehen der Charakterpersönlichkeit in Konsens und Dissens der Formenhandhabung und im Konsum darstellt, statt sie nur zu bewirken, dann bildet es immer wieder Zwischenphasen ausgeprägter Pop-Ästhetik als reflexiver Form der Populärkultur aus und wird zu einem höchst unentbehrlichen Erkenntnisquell.“
(Lorenz Engell: TV-Pop. S. 210)

Lorenz Engell - Archiv für Mediengeschichte
http://www.uni-weimar.de/medien/philosophie/personen/engell/engell.htm

KREATIVTECHNIK
Bilder sind im Design multifunktional, illustrieren und kommunizieren Botschaften und Ideen. Auch in Kombination von analog und digital lassen sich bei der Bildproduktion überraschende und emotional ansprechende Momente erzielen, aber auch wissenschaftliche Erkenntnisse abbilden. Der Iconic Turn erfordert, dass den grundsätzlichen Prinzipien kreativer Arbeit auf den Grund gegangen wird. Learning by Doing and Seeing.
 
Reportagefotografie

Reportagefotografie

Unter Reportagefotografie wird ein Fotografierstil verstanden, der sich der unmittelbaren Momentaufnahme widmet. So fängt die Reportagefotografie Emotionen ein, Freude ebenso wie Leid in unserer Welt. Reportagebilder zeichnen sich durch ein verstärktes Maß an Spannung aus, die Studioaufnahmen in der Regel nicht erzeugen können. In der digitalen Nachbearbeitung kann dieser Stil noch verstärkt werden. Allerdings sprechen die Bilder meist ohne Bearbeitung für sich selbst.
Bilderfolge
 
 
 
 
 
 
 
Bilderfolge Durch Bilderfolgen lassen sich manchmal Ideen und Konzepte leichter ausdrücken als in einem Einzelbild.
Fotomontage
 
 
 
 
 
Fotomontage
Die Fotomontage ist eine Technik, bei der mehrere Bilder zu einer kombinierten Vorlage zusammengesetzt werden. Die Übergänge können nahtlos oder sichtbar zusammengefügt sein.
Collage

 
 
Collage
Die Collagetechnik wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durch Georg Braque und Pablo Picasso populär. Anfangs arbeiteten die Künstler mit bedrucktem Papier, später auch mit anderen Materialien. Eine Collage ist ein aus kreativer Designtechnik zusammengesetztes Bild.
http://www.collageart.org
Fotogramm
 
 
 
 
Fotogramme
Fotogramme sind Fotos, die ohne Verwendung einer Kamera hergestellt werden: Das abzubildende Objekt wird auf lichtempfindliches Material gelegt und dem Licht ausgesetzt, wodurch am Papier eine negative Silhouette entsteht.
Siebdruck
 
 
 
 
Siebdruck
Bei diesem Druckverfahren wird Farbe durch ein Sieb auf bedruckbares Material gedruckt. Siebdruck eignet sich für nahezu jede Oberfläche und verleiht den Objekten eine individuelle visuelle Ästhetik.
http://de.wikipedia.org/wiki/Siebdruck

 
Linktipps:
Typografie siehe auch Semiotisches Labor Schrift
Einen Leitfaden zur Filmgestaltung finden Sie im mediamanual unter Sprache des Films.
Workshop: Animationsfilm
 



Bildgebung und Bildverarbeitung in der Wissenschaft
Röntgenbild einer RatteRadarOzonlochRastertunnelmikroskop-Aufnahme einer Eiskristalloberfläche
Bildgebende Verfahren werden in fast allen naturwissenschaftlichen Disziplinen eingesetzt. In Medizin, Physik, Chemie, Meteorologie können damit Phänomene visualisiert und untersucht werden. Die industrielle Bildverarbeitung ist eine wichtige Schlüsseltechnologie in unserer modernen Welt. 

SOFTWARE
Software für digitale Bildbearbeitung
 
Gimp
GIMP ist ein Bildbearbeitungsprogramm, das als freie Software unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht wird. Den Schwerpunkt dieser Software bildet die Bearbeitung einzelner Bilder. Die Bearbeitungsfunktionen enthalten Filter, Pinsel sowie Umwandlungs-, Auswahl-, Ebenen- und Maskierungsfuktionen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gimp
 
Paint.NET
Paint.NET ist eine freie Bildbearbeitungssoftware für das Betriebssystem Windows. Die Bedienung ähnelt professioneller Software wie Adobe Photoshop oder Aperture von Apple MacIntosh. Das Programm ermöglicht die Ebenenbearbeitung, integriert sind viele Spezialeffekte, Filter und Tools zur Bearbeitung von Bildern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Paint.net
 
Inkscape
Inkscape ist ein vektorbasiertes Grafik- und Zeichenprogramm, das unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht wird. Inkscape eignet sich zum Erstellen von Logos, technischen Diagrammen, Landkarten, Stadtplänen, Postern, Schriftzügen, Comics etc. http://de.wikipedia.org/wiki/Inkscape
 
Videoschnittprogramme, Compositing und Konverter

Jahshaka

Jahshaka ist eine plattformunabhängige Open-Source-Software zur Bearbeitung von Videos. Sie unterstützt eine reiche Palette an Echtzeit-Effekten und ermöglicht nichtlinearen Videoschnitt. http://de.wikipedia.org/wiki/Jahshaka

VirtualDub
VirtualDub konvertiert Videos zwischen diversen Formaten. Videos können damit beschnitten, deinterlaced oder farbkorrigiert werden. Dank der Plugin-Schnittstelle gibt es zahlreiche Spezialfilter und Zusatzmodule. http://de.wikipedia.org/wiki/VirtualDub

Informationen zum Videoschnitt finden Sie im mediamanual unter Videoschnitt am Computer und Videoschnitt mit Avid sowie unter http://www.slashcam.de/

Videoplayer
Der VLC media player ist ein freier Media Player für diverse Audio- und Videocodecs und Dateiformate und kann auch als Server zum Streaming verwendet werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/VLC_media_player

Der Miro Media Player ist ein P2P TV-Programm und kann automatisch Videos von abonnierten Kanälen (RSS) herunterladen. Die freie Software läuft auf allen gängigen Betriebssystemen. Ein BitTorrent-Client ist integriert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Miro_Media_Player


Soziale Netzwerke
In
Flickr können Benutzer ihre Fotos archivieren und veröffentlichen, ob von mobilen Geräten oder vom lokalen PC aus. Ebenso gibt es die Möglichkeit, andere zu berechtigen, die Fotos zu organisieren, zu kommentieren und Tags oder Notizen einzugeben. http://www.flickr.com

Videos können auf
YouTube in verschiedenen Formaten hochgeladen werden. Motto: Broadcast Yourself. Wie andere Onlinedienste mit Social-Networking-Charakter wird YouTube auch als Plattform für Marketing und politische Kampagnen genutzt. http://de.wikipedia.org/wiki/YouTube

Bastelanleitung - Lochkamera
Wer gerne einmal dem digitalen Zeitalter den Rücken zukehren möchte, für den ist die Lochkamera genau das Richtige. Mit diesem einfachen Gerät lassen sich beeindruckende optische Abbildungen erzeugen, benötigt wird dafür keine optische Linse, sondern nur eine dunkle Zelle, eine kleine Öffnung in dieser Zelle und eine Abschirmung, um das entstandene Bild zu betrachten – fertig ist die camera obscura.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lochkamera

Fun
Comics online herstellen und publizieren
http://stripgenerator.com/

Minivideos online herstellen und publizieren
http://www.fuzzwich.com

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