Startseite
bm:ukk
editorial
info
themen
leitfaden
projekte
workshop
e-academy
network
Kommunikation
Wie entsteht Bedeutung?
Semiotisches Labor
Medienlabor
Texte-Medienkultur
Cultural Studies
Einführung
Visual Cultures
Mediengeschichten
Medienpraxis
Gender und Film
Filmkritik mit C. Philipp
Filmehefte
Spielend Radio machen
Radiobeitrag machen
Radiotechnik
Sprechen vor der Kamera
Animationsfilm
Videoschnitt am Computer
Videoschnitt mit Avid
Weblogs & Podcasts
Meinungsfreiheit
Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht
Meinungsfreiheit im Widerstreit mit anderen Grundrechten
Medienoekonomie
Pressefreiheit und Zensur
Pressekodex
Meinungsvielfalt
Anna Politkowskaja
Internet
Jugendschutz
Kunstfreiheit
WikiLeaks
Dziga Vertov
Audiovisuelle Materialien
Bildmaterial
Tonmaterial
Medienkatalog
Anna Politkowskaja  
"Es ist tödlich, mein Informant zu sein"
Anna Politkowskaja (1958 – 2006) war eine russische Reporterin, Autorin und Aktivistin für die Menschenrechte. Am 7. Oktober 2006 wurde sie in Moskau ermordet. Bis zuletzt trat sie mutig für Menschenrechte und Meinungsfreiheit ein. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche internationale Auszeichnungen.

Die Journalistin Rubina Möhring interviewte Anna Politkowskaja im Dezember 2005: "Sie zählen spätestens seit Ihrer Tschetschenien-Berichterstattung zu den Journalisten, die auf der schwarzen Liste des Kremls stehen. Trotzdem leben sie in Moskau. Wie gelingt es Ihnen, Ihren Beruf weiter auszuüben?"

Anna Politkowskaja:
"Ich bin natürlich nicht allein. Ich habe Informanten, ich habe Menschen, die mir berichten, was vor Ort vorgeht. Und ich fühle mich verantwortlich für diese Menschen. Es ist manchmal tödlich, ein Informant von mir zu sein, ein Berichterstatter, einer, der mir Informationen weitergibt. Und ich sage das nicht einfach nur so leicht hin, ich möchte Ihnen ein Beispiel anführen: Vor drei Wochen etwa habe ich einen Artikel geschrieben über die Korruption von Pro-Moskau-Beamten in Tschetschenien, und es gab dann sofort eine Klage von der Regierung, also es wurden meine Zeitung und ich persönlich geklagt. Und heute habe ich erfahren, dass derjenige, der vor Gericht für mich auftreten und aussagen sollte, gestorben ist. Also noch einmal, die Menschen bezahlen wirklich mit dem Leben, und das passiert alle zwei, drei Monate, dass jemand verschwindet, der sagt, was er sich denkt. Man kann wirklich sagen, die Menschen bezahlen mit dem Leben dafür, dass sie laut aussprechen, was sie sich denken …"
(Der Standard, 9. 10. 2006)


Top

©
mediamanual.at 2014 | site map

Social Bookmarks:   Bookmark bei: Facebook