StartseiteStartseite Archiv
BMB
editorial
info
themen
leitfaden
projekte
workshop
e-academy
network
Kommunikation
Wie entsteht Bedeutung?
Semiotisches Labor
Medienlabor
Texte-Medienkultur
Cultural Studies
Einführung
Visual Cultures
Mediengeschichten
Medienpraxis
Gender und Film
Filmkritik mit C. Philipp
Filmehefte
Spielend Radio machen
Radiobeitrag machen
Radiotechnik
Sprechen vor der Kamera
Animationsfilm
Videoschnitt am Computer
Videoschnitt mit Avid
Meinungsfreiheit
Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht
Meinungsfreiheit im Widerstreit mit anderen Grundrechtent
Medienoekonomie
Pressefreiheit
Pressekodex
Meinungsvielfalt
Anna Politkowskaja
Internet
Jugendschutz
Kunstfreiheit
WikiLeaks
Sch├╝lerzeitung
Weblogs & Podcasts
Dziga Vertov
Audiovisuelle Materialien
Tonmaterial
Medienkatalog
 
Pressefreiheit und Zensur
Die ersten Zensurmaßnahmen sind uns aus dem antiken Griechenland überliefert. Die Institution, die in Europa als Erstes rigorose Zensurmaßnahmen betrieben hat, war die katholische Kirche. Bis Gutenbergs Erfindung war es leicht zu zensurieren, von Handschriften ging auf Grund geringer Auflagen obendrein auch noch keine besondere Gefahr für die Kirche aus.

Österreich

Mit dem Beschluss der Provisorischen Nationalversammlung vom 30. Oktober 1918 ist "Jede Zensur […] als dem Grundrecht der Staatsbürger widersprechend als rechtsungültig aufgehoben." Und weiter heißt es: "Die volle Freiheit der Presse ist hergestellt."

Die Wiedereinführung der Zensur in Österreich am 7. 3. 1933 durch die Verordnung Nr. 41 der Bundesregierung bedeutet gleichzeitig die Abkehr von demokratischen Grundprinzipien. Bundeskanzler Engelbert Dollfuß errichtete schrittweise eine diktatorische Herrschaft. Die oppositionellen Massenmedien wurden einer Zensur unterworfen. Im Sommer 1934 kam es in Wien zu einem Putschversuch der illegalen Nationalsozialisten, die am 25. Juli das Bundeskanzleramt besetzten und Dollfuß ermordeten. 1938 konnte Hitler ohne nennenswerte Gegenwehr Österreich an das Deutsche Reich anschließen. Von nun an galt das Führerprinzip. (Wikipedia – Führerprinzip)


Propaganda und Gegenpropaganda
Die Politik hat das Kino seit Anbeginn zur Manipulation von Gefühlen und Meinungen verwendet - besonders massiv in der Ära des Nationalsozialismus. Britische und amerikanische Filme reagierten darauf mit satirischer, nüchterner oder ebenfalls stark emotionalisierender Gegenpropaganda.
 
Der Film "Triumph des Willens" von Leni Riefenstahl zählt zu den berühmtesten Propagandafilmen und inszeniert den NSDAP-Reichsparteitag von 1934. Gekonnt werden dabei bewährte Gestaltungsmittel der Bild/Tonmontage und der Kameraführung eingesetzt.

Wikipedia: "Triumph des Willens"  

Am 27. April 1945, noch vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, erklärte die Provisorische Regierung Karl Renner die Unabhängigkeit und Selbständigkeit Österreichs und setzte die Verfassung von 1920 in der Fassung von 1929 wieder ein.

"Größtmögliche Freiheit für die Presse"
Am 1. Oktober 1945 ermöglichte der Alliierte Rat per Proklamation wieder die durch Ständestaat und Drittes Reich zerstörte Pressefreiheit. Der Alliierte Rat hatte seinen Entschluss, "der demokratischen Presse hiermit die größtmögliche Freiheit" zu geben, an gewisse Bedingungen geknüpft. Hauptforderung an die Presse: "Sie soll demokratische Grundsätze aufrechterhalten sowie den entschlossenen Kampf gegen die nationalsozialistischen, großdeutschen und militärischen Ideologien und Lehren in allen ihren Formen und Gesichtspunkten im politischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Leben führen."
(Quelle: ORF.at)
 

Fragen

1. Was versteht man unter Vorzensur?
2. Was versteht man unter Nachzensur?
3. Was versteht man unter Führerprinzip?
4. Was versteht man unter Propaganda?

Linktipps

Wikipedia Zensur
Wikipedia Führerprinzip
Wikipedia Propaganda

Videowochenschau der Medienwerkstatt Wien
Das Projekt "Volks stöhnende Knochenschau" der Medienwerkstatt Wien war das erste partizipative Medienprojekt in Österreich. 1980 gab es in Österreich zwei staatliche Fernsehprogramme ORF 1 und ORF 2, Alternativen in Form von Kabelfernsehen oder Privatsendern waren nicht vorhanden. Die Übermacht des Staatsfernsehens lag vor allem in seiner uneingeschränkten Themenführerschaft. Was nicht ins Fernsehen kam, war medial nicht von Bedeutung. Das Fernsehmonopol endete offiziell erst mit dem Kabel- und Satellitenrundfunkgesetz 1997.

Ausschnitt aus "Schwul sein kann schön sein!" (1980)
"Würden Sie einen homosexuellen Präsidentschaftskandidaten wählen?"
Diese Frage stellten Mitglieder der Homosexuelleninitiative Wien (HOSI) Straßenpassanten einen Tag vor der Bundespräsidentenwahl.
 
play Video
play Video (Real Player erforderlich)

 

Aufgabenstellung

Produktion eines Medienprojektes zum Thema Meinungsfreiheit z.B.:
Entwicklung eines Fragenkatalogs (z.B.: Kopftuchstreit etc.)
Interviews im öffentlichen Raum (Straßeninterviews etc.)

Linktipps

Basiswissen Film
Radio-Box

Information ist ein Menschenrecht – Reporter ohne Grenzen
Reporter ohne Grenzen ist eine regierungsunabhängige Menschenrechtsorganisation mit Beraterstatus bei Europarat, UN-Menschenrechtskommission und UNESCO. Die Organisation mit Sitz in Paris und mehr als 100 Korrespondenten in aller Welt setzt sich weltweit für die Medienfreiheit und Freiheit der ReporterInnen ein. Sie fordert aktiv den Respekt vor den Menschenrechten und beruft sich auf den Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: "Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten."
Jährlich werden Berichte über die medienpolitische Lage weltweit veröffentlicht. Der Jahresbericht 2004 über Österreich vermerkt: "The heavy politicisation of public broadcasting and very narrow ownership of the print media is still a potential threat to press freedom."

Reporters sans frontières Internatonal: http://www.rsf.org
Reporter ohne Grenzen Österreich: http://www.rog.at

Fragebogen von "Reporter ohne Grenzen" zur Ermittlung des "world press freedom index" (engl.)
Download Fragebogen
Download PDF (56kB)
Top

©
mediamanual.at 2001-2016