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Ein Paradigma ist eine einzigartige Sammlung von Zeichen. Unter Anwendung der passenden Regeln können aus den Paradigmen zusammengesetzte Zeichen oder Syntagmen gebildet werden. Dieses gedankliche Konzept von Paradigma und Syntagma liegt vielen semiotischen Ansätzen in der Kommunikationswissenschaft zugrunde.

Ein Paradigma ist eine Sammlung von Zeichen. Die nächste Abbildung zeigt ein Beispiel für ein Paradigma:

Die Elemente eines Paradigmas selbst haben an und für sich nicht unbedingt eine Bedeutung. Meist erhalten sie erst eine Bedeutung, wenn sie zu komplexeren Mustern, zu so genannten Syntagmen zusammengefügt werden. In der folgenden Abbildung sehen Sie zum Beispiel drei Syntagmen, die aus dem Paradigma der verschiedenfärbigen Lichter gebildet werden könnten.
Ein Pradigma aus verschiedenfärbigen Lichtern

Syntagmen können ziemlich rasch recht komplex werden. In obigem Beispiel befinden sich im Paradigma sechs Elemente - Lichter in drei Farben. Und jedes der Lichter ist entweder ein- oder ausgeschaltet. Das spezielle Set von Syntagmen oben ist nur eines von vielen, die vom Paradigma hergeleitet werden könnten.
Aus dem Paradigma gebildete Syntagmen

Es folgen drei weitere Beispiele:

Viele unterschiedliche Regeln können zur Bildung von Syntagmen angewandt werden. In unserem Beispiel beziehen sich die Regeln auf die Anzahl der Lichtfarben (es wird nie mehr als eine Farbe verwendet), auf die Position der Lichter (in diesem Fall sind die Lichter vertikal angeordnet) und das Aufleuchten der Lichter (es ist nie mehr als ein Licht zur selben Zeit eingeschaltet).
Zusätzliche Syntagmen, die vom selben Paradigma hergeleitet wurden.

Die Regeln zur Bildung eines Syntagmas können nur auf die Elemente eines Paradigmas angewandt werden. Elemente außerhalb des Paradigmas können nicht einbezogen werden. Das folgende Syntagma könnte zum Beispiel nicht aus dem oben angeführten Paradigma konstruiert werden.

Ungültiges Syntagma
Dieses Symbol ist nicht Teil des Paradigmas. Daher kann dieses Syntagma daraus nicht gebildet werden, ebenso wenig wie das Licht in der vorangegangenen Abbildung.

Die Konzepte von Paradigma und Syntagma sind für die Semiotik von zentraler Bedeutung. Etliche Versuche Texte mit Hilfe der Semiotik zu analysieren beginnen mit einer Bestimmung des Paradigmas und der involvierten Syntagmen; und die Semiotiker untersuchen, auf welche Art und Weise Syntagmen gebildet und verwendet werden, um herauszufinden, wie während des Kommunikationsprozesses Bedeutung entsteht.

Erzählung - Das Narrative
Gleichgültig wie streng die Argumentation in einem Fall geführt wird - in wissenschaftlicher, philosophischer oder juristischer Hinsicht - es wird sich immer um eine Geschichte handeln, eine Interpretation eines Aspektes unserer Welt, der historisch und kulturell von Menschen begründet und geformt wird. (Walter Fisher)

Menschen haben eine bemerkenswerte Fähigkeit, Information in die Form zu bringen, die gemeinhin als "Erzählung" bekannt ist. Menschen ordnen die Daten dabei weniger nach Fakten und logischen Beziehungen, sondern neigen dazu, andere Kriterien zu beachten - Charaktere, Handlungsebene, Motive und Handlungen. Diese Form von Organisation bezeichnet man als Erzählung.

Möglicherweise ist kein Aspekt der menschlichen Sprache so sorgfältig untersucht worden wie das Erzählende/Narrative. Die Studien dazu sind viel zu umfangreich als dass sie in angemessener Form hier zusammengefasst werden könnten, aber die meisten Leser haben sich in der Schule mit Literatur beschäftigt und haben daher ein grundlegendes Verständnis von der erzählenden Form.
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