Für
den inhaltlichen Aufbau einer Rezension gibt es gewisse Regeln, die angewendet
werden können.
Beispiel: eine Theater-Rezension als
gebauter Beitrag mit Atmo und O-Tönen.
Zu Beginn ist es notwendig, die HörerInnen über den Inhalt
des Stücks ins Bild zu setzen. Diese Inhaltsangabe sollte
knapp und pointiert ausfallen und möglichst anschaulich mit typischen
akustischen Szene-Ausschnitten (Atmo) illustriert werden.
Danach folgt die Kritik am Werk, an
der Inszenierung oder an der schauspielerischen Leistung. Der Kritikteil
kann mit erklärenden O-Tönen aus Interviews (mit AutorInnen,
HauptdarstellerInnen, RegisseurInnen, Publikum etc.) angereichert werden.
Bei der Beschaffung des Tonmaterials ist zu beachten, dass Tonaufnahmen
während einer Aufführung häufig nicht gestattet sind. Falls
doch, so sollte sich die Radio-Kulturkritikerin natürlich nicht irgendwo
in den hinteren Reihen platzieren, sondern mit dem Mikrofon so nah wie
möglich ran an die Bühne und an die Akteure gehen. Meistens
ist es einfacher, für Proben eine Aufnahmegenehmigung zu erhalten. |