|
|
|||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||
| |
|
Die Reportage gilt als eine der schwierigsten Künste des Radio-Journalismus, da sie ein Ereignis und dessen Verlauf im Augenblick des Geschehens einfangen und wiedergeben muss. Die Radio-ReporterInnen sind sozusagen die "Kameraleute des Hörfunks", die ihren ZuhörerInnen "Kino im Kopf" bieten. Als Instrument, mit dem sie die Szenen in Bilder umsetzen, dient ihnen die Sprache. Ein großer Wortschatz und Sprachgewandtheit sind dabei mehr als von Vorteil. Es
lassen sich verschiedene Arten, wie und wann Reportagen gemacht werden,
unterscheiden: Die Original-Reportage
wird gemacht, wenn Anlässe vorhersehbar sind, etwa bei öffentlichen
Feierlichkeiten, Staatsbesuchen, Sportveranstaltungen etc. Die Reportage
wird am Ort des Geschehens aufgenommen und zeitgleich oder zeitversetzt
ausgestrahlt. Reportagen können allerdings nicht immer "eins
zu eins" gemacht und gesendet werden. Von einer "zeitversetzten
Reportage" wird gesprochen, wenn ein Reporter an einem
Ort aufnimmt, zwischendurch aber sein Gerät abschalten oder vielleicht
auch den Ort wechseln muss, um weitere Aufnahmen zu machen. Dann wird
die Reportage im Nachhinein noch geschnitten und bearbeitet und zeitversetzt
gesendet. Eine Radio-Reportage kann vielfältige Gestaltungselemente enthalten. So kann eine Reporterin von anwesenden Personen Statements einholen oder kurze Interviews führen. Das Wichtigste an der Reportage ist aber die sprachliche Schilderung, mit der die ReporterInnen ihre Eindrücke und Informationen dem Publikum veranschaulichen. Abgesehen von den Sport-Reportage ist im heutigen Rundfunk die klassische Form der Reportage aber nur mehr selten zu hören. Viele Beiträge enthalten zwar reportageartige Elemente, sind aber keine Reportagen im engeren Sinn, sondern Mischformen, wie gebauter Beitrag oder Feature. |
|
|