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Der
gebaute Beitrag ist ein Bericht mit O-Ton
und damit eine besonders radiospezifische Darstellungsform. Von einem
"gebauten Beitrag" wird dann gesprochen, wenn Text und Originaltöne
zu einem logisch aufgebauten und inhaltlich stimmigen Bericht (mit einer
bestimmten Länge) verknüpft sind. Der O-Ton hat eine ähnliche
Funktion wie das wörtliche Zitat in der Zeitung. Doch der O-Ton im
Radio vermittelt nicht nur, "was" gesagt wird, sondern auch
"wie" es gesagt wird. So ist z. B. zu hören, dass jemand
im Dialekt spricht, ein Anliegen besonders engagiert vertritt oder in
welcher Stimmungslage sich eine Gesprächspartnerin befindet.
Durch die Originalität der Töne und den Wechsel von Text und Stimmen wird ein gebauter Beitrag lebendiger als ein reiner Textbericht. O-Töne haben in einem gebauten Beitrag auch eine dramaturgische Funktion. Sie heben eine Aussage und die Person, die sie macht, besonders hervor. Außerdem sind sie durch ihre Authentizität besonders glaubwürdig. Die
Auswahl der O-Töne (Ausschnitte aus Interviews, Reden etc.), die
in einem Beitrag verwendet werden, erfolgt nach bestimmten Kriterien.
Denn nicht jede aufgenommene Gesprächspassage ist auch ein guter,
geeigneter O-Ton. In Beiträgen eingesetzt, sollten O-Töne eines der folgenden Merkmale aufweisen (vgl. VON LAROCHE / BUCHHOLZ, 106):
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