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Der im deutschsprachigen Raum gebräuchliche Begriff Schnitt stammt von der Tätigkeit des Wegschneidens. Es müssen zumindest technische Mängel (Unscharfes, Verwackeltes) und Überlängen aus dem Film entfernt werden. Das ist die einfachste Form von Schnitt. Bei der Arbeit mit Filmmaterial wird manchmal noch mechanisch geschnitten und zusammengeklebt. Der "lineare elektronische Schnitt" erfolgt durch Überspielen von einem Videoband auf ein anderes. Beim so genannten "non-linearen Schnitt" werden die elektronisch aufgezeichneten Bilder (25B/sec) in einen Computer eingespielt und dort weiterverarbeitet.

Dass schon allein durch Wegnehmen Form entstehen kann, zeigt die Bildhauerei.
Da im Wort "Schnitt" nur das Wegschneiden enthalten ist und nicht das neuerliche Zusammensetzen der Einstellungen, wird immer öfter von Montage gesprochen.
Diese Wort ist aus dem Französischen übernommen und bedeutet "Zusammensetzen von Einzelteilen nach einem vorgegebenen Plan".


Bei Spielfilmhandlungen ist dieser Plan durch das Drehbuch gegeben, nach dem die Einzelteile möglichst so vorgefertigt werden, dass sie in der Montage ein Ganzes ergeben.

Schwieriger wird es bei Dokumentarischem. Hier gibt es zwar ein Konzept, der eigentliche (Schnitt-)Plan kann aber erst aufgrund der gedrehten Aufnahmen erstellt werden. Spätestens jetzt kommt ein weiterer Faktor der Schnittarbeit dazu, nämlich die Kreativität. Welche Einstellung lässt sich mit anderen Einstellungen verbinden? Wie kann eine Aussage präzisiert werden? Wo kann Störendes weggelassen werden?

Im englischen Sprachraum wird zwischen den Begriffen Cutting (Schneiden und Kleben) und Editing (kreatives Zusammensetzen) unterschieden. Zusammen mit dem Producer hat der Editor auch weit mehr Einfluss auf die Endfassung eines Films, als dies im europäischen Filmschaffen sonst üblich ist.

Obwohl die Wichtigkeit der Montage unbestritten ist, zählt sie zu den "undankbaren" Tätigkeiten. Die Anstrengungen, die dazu dienen, den Film schließlich als geschlossene Ablaufeinheit erscheinen zu lassen, werden vom Publikum nicht wahrgenommen. Wem ist beim Betrachten eines Films schon bewusst, dass in durchschnittlich eineinhalb Stunden Film 400 Schnitte und mehr vorkommen.

Nur wer die Entstehung eines Films durch den Schnitt einmal mitverfolgen konnte oder eigene Versuche unternommen hat, weiß diese Arbeit zu schätzen.
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