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Prototypische Aufgabe 3.10

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3.10 Populismus in Boulevardzeitungen

Boulevardzeitungen sind sensationell aufgemachte, in großen Auflagen erscheinende Zeitungen, die früher vorwiegend auf der Straße (Boulevard) verkauft wurden. Sie neigen dazu, Ereignisse zu dramatisieren, um die Aufmerksamkeit der Massen zu gewinnen.

Boulevard im Internet
Dramatisierende Inhalte im Internet sind oft Anlass für wütende Postings oder untergriffige Kommentare. Aus ökonomischer Sicht kann ein bisschen Aufregung gar nicht schaden: Negative Emotionen und wütende Kommentare erhöhen häufig die Zugriffszahlen und somit auch die Werbeeinnahmen. Der alte Spruch: „Only bad news are good news“ hat demnach kein bisschen an Gültigkeit verloren, im Gegenteil. Umso wichtiger ist es, dass man den kritischen Blick schult: Wie wird berichtet? Werden bestimmte Gefühle gezielt angesprochen oder werden eher Fakten präsentiert? Wird mit Angstmache gearbeitet? Welche Interessen könnten dahinterstehen?

Zahlenspiele
Medienkritik lässt sich erlernen, am besten mit „learning by doing“. Ein Beispiel: Das Innenministerium veröffentlicht jährlich die „Kriminalitätsstatistik“. Diese Zahlen sorgen Jahr für Jahr für Gesprächsstoff und werden ganz unterschiedlich interpretiert, je nachdem welche Ziele ein Medium verfolgt. Folgende Idee: Kauft euch am Tag der Veröffentlichung sämtliche Tageszeitungen und vergleicht, wie über die Statistik berichtet wird: Wie werden die Zahlen aufbereitet? Welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede gibt es? Welche Emotionen werden vermittelt?

Im PDF findet ihr weitere Anregungen dazu und ihr könnt u.a. das Titelblatt einer eigenen Boulevardzeitung designen.

Linktipps:
https://de.wikipedia.org/wiki/Boulevardzeitung
https://www.westendverlag.de/buch/populismus-fuer-anfaenger/