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Radio als Lernraum – Willkommen bei Radioigel an der Pädagogischen Hochschule Steiermark

Wie können medienpädagogische Lehre und Praxisarbeit Hand in Hand gehen?

Wir haben dem Team von Radioigel an der Pädagogischen Hochschule Steiermark einen Besuch abgestattet und erfahren, wie sich Lehrerausbildung, Schulunterricht und weiterführende Fortbildung bei der Förderung von Medienkompetenz optimal ergänzen.


An Daniela Hodschars Schule stehen die Türen regelmäßig offen. Denn Daniela Hodschar unterrichtet an der Klex, einer Partnerschule von Radioigel. Während des „Offenen Lernens“ produzieren die Schülerinnen und Schüler Sendungen für alle möglichen Fächer. So können die SchülerInnen beispielsweise für Biologie oder Mathematik Termine in Museen, bei Firmen und an Universitäten wahrnehmen und dort ihre Umfragen und ExpertInnen-Interviews durchführen. An der Klex („Klusemann Extern“) wird somit Radio als Lernform und damit als übergreifende Methode in allen Fächern eingesetzt.

 

Daniela Hodschar arbeitet eng mit Wolfgang Kolleritsch zusammen. Wolfgang Kolleritsch ist nicht nur Leiter von Radioigel, sondern unterrichtet auch als Lehrer an der Praxis NMS und ist darüber hinaus mit der medienpädagogischen Lehrerausbildung an der Pädagogischen Hochschule Steiermark befasst.

 

Die Pädagogische Hochschule Steiermark verfolgt bei der Lehrerausbildung ein besonderes Konzept: Medienbildung ist hier curricular verankert, d. h. auch angehende LehrerInnen für Mathematik und Naturwissenschaften realisieren Beiträge über ihr jeweiliges Themengebiet. Die von den SchülerInnen und Studierenden produzierten Sendungen dienen als wichtige Unterrichtsgrundlage – sowohl für die SchülerInnen im Unterricht als auch für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen ihres Studiums. Radioigel ist somit Dreh- und Angelpunkt bei der Förderung von Medienbildung für alle Altersklassen.

 

Wir haben uns mit Daniela Hodschar, Wolfgang Kolleritsch und Prof. Dr. Elgrid Messner, der Rektorin der Pädagogischen Hochschule Steiermark, unterhalten. Den SchülerInnen durften wir bei einem Live-Interview und weiteren Produktionen über die Schulter schauen.

 

 

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Der Medienschwerpunkt an der Europaschule Linz

Auf welche Prinzipien legt eigentlich eine Schule Wert, die einen eigenen Medienschwerpunkt hat? Wir haben uns in der Europaschule Linz umgeschaut und mit Direktor Stefan Giegler und zwei LehrerInnen gesprochen, um herauszufinden, wie sie schulische Medienarbeit in der Schulpraxis umsetzen.

 

Die Europaschule Linz hat schon viele Auszeichnungen bekommen und das nicht nur im Medienbereich. Die Teilnahme an Wettbewerben ist ein wichtiges Prinzip der Schule, denn auf die Öffnung der Schule nach außen legt Direktor Stefan Giegler großen Wert. Für ihn ist schulische Medienarbeit kein Luxus, sondern ein unerlässlicher Bildungsauftrag in der heutigen Zeit.

 

Stefan Gieglers KollegInnen Julia Steininger und Wolfgang Wagner haben beim [mla] 2012 in der Kategorie „Medienbildung“ mit ihren Klassenteams einen Preis gewonnen. Ihre SchülerInnen hatten nicht nur mehrere Videos produziert, sondern auch einen Blog kreiert, auf dem sie ihre Medienprojekte (wie z. B. Videos und Fotografieprojekte) regelmäßig veröffentlichen.

 

Julia Steininger und Wolfgang Wagner sind froh, dass die Schulkultur der Europaschule Linz auf viele Freiheiten angelegt ist. Bei der Realisierung der Medienprojekte können sie ihre Stunden blocken und die üblichen Zeitbeschränkungen damit häufig umgehen. Den beiden Lehrkräften ist wichtig, dass ihre SchülerInnen in einem Lernumfeld tätig sind, in dem sie ihre Kreativität uneingeschränkt ausleben können. Auch sie erachten die Medienprojekte ihrer SchülerInnen als ein wichtiges Sprachrohr zur Außenwelt.

 

Wir haben auch die SchülerInnen des Medienschwerpunktes getroffen. Als sie uns einige ihrer Videoproduktionen zeigten, waren sie kaum zu bremsen!

 

 

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Das Multimedia-Projekt: NEUE MEDIEN IN DER VOLKSSCHULE

Die Volksschule Breitenlee (Schukowitzgasse 89) im 22. Bezirk in Wien tickt ein bisschen anders.

 

Hier sind die Türen während des Unterrichts geöffnet, hier gehen die SchülerInnen bei schönem Wetter einfach nach draußen, um ihre Übungen zu machen. Ob dafür zu Montessori-Materialien, Stift und Papier oder digitalen Medien gegriffen wird, entscheiden die Kinder in den offenen Lernphasen selbst. Gelernt wird bei dieser anregenden Lernumgebung besonders effektiv – denn hier erfahren die SchülerInnen, was es tatsächlich heißt, Gelerntes einzusetzen, anzuwenden und umzusetzen.

 

Meine Kollegin Magdalena Holczik und ich trafen die Klassenlehrerin Barbara Zuliani, die uns nicht nur am offenen Unterricht in ihrer „Projekt- und montessoriorientierten Regelklasse“ der 4b teilhaben ließ, sondern auch über den Einsatz neuer Medien in ihrer Klasse erzählte. Mit Kamera ausgerüstet konnten wir uns höchstpersönlich davon überzeugen, wie jedes Kind – ob am iPad, mit Stift und Papier oder mit Bauklötzen, die die Sinne fördern – zum „Baumeister seines Selbst“ wurde. Maria Montessori wäre über diese digitale Entwicklung sicherlich erfreut gewesen!

 

Seit drei Jahren verwendet Barbara Zuliani einen Klassenblog als „kommunikative Drehscheibe“. Hier können SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen zwanglos miteinander in Kontakt kommen, sich über Hausübungen verständigen oder anstehende Klassenfahrten besprechen. Gearbeitet wird an iPads, die seit dem 24. Oktober 2011 zum festen Lernwerkzeug im Unterricht geworden sind und jedem Kind zur Verfügung stehen.

 

Aber was passiert mit motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten wie Schreiben, Basteln, Schneiden? Kommen diese Fähigkeiten bei einem zu frühen Medieneinsatz nicht zu kurz?

Mit welchen Argumenten Barbara Zuliani skeptische KollegInnen und Eltern überzeugt und was ihr beim Lernen wichtig erscheint, erzählte Sie uns in einem Interview.

 

Im nächsten Artikel geht es zum vollständigen Interview!

 

 

 

 

 

Interview mit Barbara Zuliani über: NEUE MEDIEN IN DER VOLKSSCHULE

Lisa Badura: Was sind die schönsten Seiten an Ihrem Beruf?


Barbara Zuliani: Mit den Kindern zu arbeiten und zu entdecken, wie sie mit neuen Dingen umgehen. Wie sie den Weg vom Erkennen zum Anerkennen von Lehrinhalten gehen. Aristoteles sagte über die Aufgabe des Lehrers bzw. der Lehrerin: „Die Aufgabe des Lehrers ist es, die Sache zu klären und den Menschen zu stärken.“

 

War Lehrerin schon immer Ihr Traumberuf?


Barbara Zuliani: Nein, nicht immer. Ich habe zuerst Musik studiert. Dann habe ich selber drei Kinder bekommen und danach habe ich erst die Pädagogische Akademie gemacht. Allerdings komme ich aus einer Lehrerfamilie. Das muss man schon dazu sagen.

 

Wie kann man als Lehrerin Kompetenzen fördern?


Barbara Zuliani: Erst einmal kann man die Aufgabenstellung (wie Internetrecherche, Referate, Präsentationen u. v. m.) so formulieren, dass die Kinder als Sieger herausgehen mit einem Neuwert, den sie mit Hilfe der Lehrerin, des Lehrers selbstständig erarbeiten. Wichtig ist das Gefühl „Jetzt weiß ich um ein Stück mehr.“ Es ist etwas sehr Schönes, wenn dieser reformpädagogische Gedanke – dieses selbständige Lernen – erlebt und umgesetzt werden kann. Die Aufgabenstellung soll so konzipiert sein, dass die eigenständige und kreative Lösungskompetenz der Kinder im Vordergrund steht – der Lehrer oder die Lehrerin ist hier als Lernbegleiter oder Lernbegleiterin gefragt. Weiterlesen

Das Video-Projekt: STOP – SAFER INTERNET

Safer Internet und Cybermobbing – wichtige Themen im Netz! Was gibt man über sich selbst preis? Und welche Fotos und Infos kursieren bereits? Wo verläuft die Grenze zwischen üblichen Streitigkeiten und ernsthaften Bedrohungen unter Jugendlichen? Sollten LehrerInnen bei Konflikten eingreifen? Oder müssen Jugendliche ihre Angelegenheiten selbst regeln? Welchen Preis muss man heutzutage zahlen, um „dazu“ zu gehören?

 

Wie Jugendliche mit den Themen umgehen, zeigen zwei Videoprojekte, die an unterschiedlichen Schulen in Österreich realisiert wurden. Hier geht es sowohl um Sicherheit im Netz als auch um die Frage, wo (virtuelle) Ausgrenzung beginnt. Die vielfältigen Gedanken und die kreative Herangehensweise sprechen für sich!

 

 

Das Projekt „Stop – Safer Internet“

An der HLW/FW Deutschlandsberg (Steiermark) produzierten 16-jährige SchülerInnen (Klasse 3c) mit Unterstützung ihres Lehrers Andreas Hofer „Stop – Safer Internet“. Das Ergebnis ist ein Kurzfilm, der metaphorisch auf die Gefahren im Internet aufmerksam machen soll und sich speziell an Jugendliche wendet.

 

Wie entstand das Thema?

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Das Video-Projekt: KELLERKINDER

 

Ein Jugendlicher lebt nur in seiner digitalen Phantasiewelt – dort ist er der Held, im realen Leben kann er sich nicht behaupten. Über ein Computerspiel gelingt es einem Mädchen, ihn wieder mit allen Sinnen ins wirkliche Leben zurückzuholen. Unter der Leitung der Lehrerin Sophie Dlapa wurde „Kellerkinder“ am Schulzentrum Ungargasse (Wien) mit 18- bis 19-jährigen SchülerInnen durchgeführt. Das Ergebnis ist ein Kurzfilm in Stop-Motion-Technik.

 

 

Wie entstand das Thema?

Sophie Dlapa: „Der Vorschlag für das Thema des Videos kam von den SchülerInnen selbst. Das Thema wurde bei einem Brainstorming gefunden und die Handlung wurde dann im Rahmen eines Workshops festgelegt. Die SchülerInnen haben die Erfahrungen, die sie selbst mit 13 bis 16 gemacht haben, eingebaut. Sie wollten gern zeigen, welche Unterschiede zwischen dem virtuellen und dem realen Leben sein können. Die Idee war, dass viele Bereiche – vor allem der zwischenmenschliche – zu kurz kommen, wenn man sich ausschließlich in der virtuellen Welt bewährt. Der große Hero bei Computerspielen wird in der realen Welt nicht akzeptiert, lebt in seiner Traumwelt, wird gemobbt.“

 

Wie sah der Projektverlauf aus?

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Das Projekt: RADIO POLY

Sich selbst in Szene setzen – ohne dabei sichtbar zu sein! Nicht ein Widerspruch? Dass es geht, davon konnte ich mich selbst überzeugen, als ich die SchülerInnen der RadioPoly-Gruppe vor kurzem traf und ihnen bei der Arbeit über die Schultern schauen durfte. Beachtlich war die Diskutierfreude der aufgeweckten Radiogruppe – alle Ideen und Gedanken konnten so frei gesammelt und ausgetauscht werden. Sobald es ans Lesen in verteilten Rollen ging, gehörte die Aufmerksamkeit allein den Vortragenden. Es konnte losgehen!

 

 

Aber wie erzeugt man eigentlich Aufmerksamkeit lediglich durch die Anwendung der eigenen Stimme? Und wie verschafft man sich überhaupt Gehör in einem Zeitalter, in dem alle Arten von Medien Informationen immer schneller an uns herantragen? Verlernen wir angesichts eines Überangebots an audiovisuellen Reizen vielleicht eine der wichtigsten Kulturtechniken überhaupt: das Hinhören und Zuhören?

 

Dass Radioarbeit genau an dieser Stelle ansetzt und dabei Wissensvermittlung und komplexes Sprachverständnis auf eine Art kombiniert, die sogar Spaß macht, zeigen die Erfahrungen des Projektes RadioPoly, das seit dem Schuljahr 2010/11 an der Polytechnischen Schule (PTS) Wien 3 durchgeführt wird. Dieses Projekt möchte längerfristig und nachhaltig SchülerInnen und LehrerInnen der PTS für das Medium Radio gewinnen – nicht nur, um die Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen, sondern vor allem, um dieses Medium als Werkzeug der Kommunikation für ihre spezifischen Anliegen zu nutzen.

 

Was genau wird bei RadioPoly gemacht?

 

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