Projekte

Das Projekt: Starke Frauen – Empowerment durch Medienbildung

PrintFriendly and PDF

Seit zehn Jahren realisiert Petra Boogman mit ihren Schülerinnen und Schülern bereits Medienprojekte. Für die Lehrerin der Business Academy Donaustadt (Wien) bedeutet das Produzieren eigener Werke vor allem eins: Empowerment. Denn Petra Boogman ermöglicht ihren Klassen immer wieder, eigene Werke auch in der Öffentlichkeit vorzustellen. Im Rahmen des Faches „Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz“ soll die Klasse 2AS diesmal ein Medienprojekt realisieren, in dem es um starke Frauen geht.

 

Wenn Maximilian in die Tasten greift, erklingt eine improvisierte, harmonische Klaviermusik. Noch ist offen, welches Medium die Klasse produzieren möchte. Denn die Jugendlichen stehen erst am Anfang ihres Projekts. Offen ist auch, ob die beschwingte Titelmusik mit dem ernsten Thema zusammenpassen wird. Denn als wir uns mit den SchülerInnen der Handelsschule unterhalten, wird deutlich, dass sich viele Mädchen gesellschaftlich nicht respektiert fühlen.

 

Viele Schülerinnen und Schüler stammen aus Ex- Jugoslavien, Albanien und der Türkei; darunter sind auch viele Roma. Die Familienkulturen vieler dieser Jugendlichen deuten darauf hin, dass Söhne und Töchter unterschiedliche Freiheiten bei der Erziehung haben und somit mit unterschiedlichen Voraussetzungen konfrontiert sind.

 

Saša Barbul soll die Jugendlichen bei der Realisierung des Projektes unterstützen. Er ist Roma-Aktivist und während unseres Besuchs als Workshopleiter eingeladen. Für ihn ist es entscheidend, sowohl die Burschen als auch die Mädchen für Geschlechterrollen zu sensibilisieren.

 

Das Fach „Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz“ genießt in der Handelsschule einen hohen Stellenwert. Wichtig in diesem Fach sei vor allem der individuelle Lernprozess und der Mut, für die eigenen Rechte einzustehen, so Petra Boogman.

 

Wir unterhalten uns mit dem Projektteam und erfahren von den Zielen und Ansätzen des aktuellen Projekts und welche allgemeinen Erfahrungen bei der medienpädagogischen Arbeit schon gemacht worden sind.

 

 

Hier finden Sie die erst kürzlich fertiggestellte Schülerproduktion:

 

Hier finden Sie weitere Infos zur Schule und zur Benotung!


Weiterlesen

Das Projekt: Starke Frauen

PrintFriendly and PDF

 

Wir waren kürzlich in der business academy donaustadt / Wien und trafen Petra Boogman und Workshopleiter Saša Barbul. Ihre Klasse plant gerade ein Medienprojekt zum Thema „Starke Frauen“. Wir haben uns mit dem Projektteam unterhalten und erfahren, wie die Jugendlichen über die Rolle der Frau denken.

 

 

 

In den kommenden Tagen erscheint der Videobeitrag!

Radio als Lernraum – Willkommen bei Radioigel an der Pädagogischen Hochschule Steiermark

PrintFriendly and PDF

Wie können medienpädagogische Lehre und Praxisarbeit Hand in Hand gehen?

Wir haben dem Team von Radioigel an der Pädagogischen Hochschule Steiermark einen Besuch abgestattet und erfahren, wie sich Lehrerausbildung, Schulunterricht und weiterführende Fortbildung bei der Förderung von Medienkompetenz optimal ergänzen.


An Daniela Hodschars Schule stehen die Türen regelmäßig offen. Denn Daniela Hodschar unterrichtet an der Klex, einer Partnerschule von Radioigel. Während des „Offenen Lernens“ produzieren die Schülerinnen und Schüler Sendungen für alle möglichen Fächer. So können die SchülerInnen beispielsweise für Biologie oder Mathematik Termine in Museen, bei Firmen und an Universitäten wahrnehmen und dort ihre Umfragen und ExpertInnen-Interviews durchführen. An der Klex („Klusemann Extern“) wird somit Radio als Lernform und damit als übergreifende Methode in allen Fächern eingesetzt.

 

Daniela Hodschar arbeitet eng mit Wolfgang Kolleritsch zusammen. Wolfgang Kolleritsch ist nicht nur Leiter von Radioigel, sondern unterrichtet auch als Lehrer an der Praxis NMS und ist darüber hinaus mit der medienpädagogischen Lehrerausbildung an der Pädagogischen Hochschule Steiermark befasst.

 

Die Pädagogische Hochschule Steiermark verfolgt bei der Lehrerausbildung ein besonderes Konzept: Medienbildung ist hier curricular verankert, d. h. auch angehende LehrerInnen für Mathematik und Naturwissenschaften realisieren Beiträge über ihr jeweiliges Themengebiet. Die von den SchülerInnen und Studierenden produzierten Sendungen dienen als wichtige Unterrichtsgrundlage – sowohl für die SchülerInnen im Unterricht als auch für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen ihres Studiums. Radioigel ist somit Dreh- und Angelpunkt bei der Förderung von Medienbildung für alle Altersklassen.

 

Wir haben uns mit Daniela Hodschar, Wolfgang Kolleritsch und Prof. Dr. Elgrid Messner, der Rektorin der Pädagogischen Hochschule Steiermark, unterhalten. Den SchülerInnen durften wir bei einem Live-Interview und weiteren Produktionen über die Schulter schauen.

 

 

Hier geht’s zu den FACTS!

Weiterlesen

Vom Wert des Lebens

PrintFriendly and PDF

Wie verhandelt man moralische Fragen in eigenen Medienprojekten?

Im Rahmen ihres Ethikunterrichts haben Schülerinnen der Modeschule Wien sich einerseits mit den Geschehnissen am Spiegelgrund während der NS-Zeit und andererseits mit der aktuellen Flüchtlingsthematik befasst. Die Schülerinnen haben sich medienkritisch auf ganzer Linie vorarbeitet: Die Teams haben in Archiven recherchiert, Mainstreammedien analysiert, Kontakte zu völlig unbekannten Menschen geknüpft – und an einigen Punkten sind sie inhaltlich oder technisch auch gescheitert. Ein multimediales Projekt zum Staunen.


Man könnte annehmen, dass in einer Modeschule lediglich gelehrt wird, was zum Anfertigen von Gewand und Kleidern aller Art notwendig ist. Und tatsächlich versprühen die Klassenräume der Modeschule Wien, die im Schloss Hetzendorf untergebracht sind, eine arbeitssame und kreative Stimmung. Anziehpuppen, bereits angefertigte Modelle und Stoffproben zeugen von einem Handwerk, das man am liebsten auch gleich selbst ausüben möchte.

 

Als wir Claudia Weinzierl und ihre Projektgruppen erneut besuchen (den ersten Videobeitrag haben wir in der Entstehungsphase des Projekts im Sommer 2015 gedreht), wird uns wieder schnell vor Augen geführt, dass sich ein künstlerisch-kreativer Schwerpunkt und eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragen nicht ausschließen.

 

Über ein halbes Jahr lang haben insgesamt 60 SchülerInnen der 3. und 4. Klasse(n) – in Teams aufgeteilt – Videoclips, Collagen, Diagramme, Texte und Hörspiele angefertigt, die um die Frage nach dem Wert des Lebens kreisen. Thematisiert wurden sowohl das Euthanasieprogramm am Spiegelgrund während der NS-Zeit, als auch Bedingungen der aktuellen Flüchtlingskrise.

 

Wir haben mit den Projektteams über die Ideen ihrer Umsetzung und über ihre Erfahrungen gesprochen.

 

Weiterlesen

Manipulieren erlaubt! Das Projekt: „Darstellung der Realität in den Bildmedien“

PrintFriendly and PDF

Welche Bilder sind in unseren Medien eigentlich noch echt? Und welchen Bildern kann man noch trauen? Diese Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Schulstufe der HTL Ottakring in Wien gestellt und ein Fotoprojekt realisiert, für das sie kürzlich mit dem media literacy award ausgezeichnet wurden.

 

Selber einmal Bilder manipulieren und selber einmal neue Wirklichkeiten erschaffen. So lautete der Auftrag, den 76 Schülerinnen und Schüler der HTL Ottakring zu bewerkstelligen hatten.

 

Der Aufhänger für dieses Projekt lag für die Lehrer Robert Baumgartner und Richard Wurzer auf der Hand. Als im Frühjahr 2015 während der griechischen Staatsschuldenkrise ein „Fake“-Video vom damaligen Finanzminister Yanis Varoufakis in den Medien kursiert, nehmen die Betreuer das Medienereignis zum Anlass, Inszenierungen und Manipulationen in den Medien zu thematisieren. Im Gegenstand „Digitale Bildbearbeitung“ realisieren sie mit ihren SchülerInnen  ein Projekt, bei dem Bilder ganz gezielt manipuliert werden dürfen. „Denn am besten versteht man Zusammenhänge, wenn man selber experimentieren darf“, so die beiden Projektleiter.

 

Im Rahmen des Projekts, das während des Schuljahres 2014/15 realisiert wurde, haben alle beteiligten SchülerInnen ein eigenes Bild erstellt. Für ihr Fotoprojekt wurde das Team im November 2015 mit dem [mla] ausgezeichnet. (Hier geht’s zur offiziellen Jurybegründung.) Die Fotoarbeiten zeugen nicht nur von technischer Raffinesse, sondern offenbaren auch phantasievolle Bilderwelten.

 

Wir haben einige Mitglieder des Teams getroffen und ihnen bei der erneuten Erstellung der Fotoarbeiten über die Schulter geschaut.

 


Hier erfahren Sie mehr über das Projekt.

 

Weiterlesen

LehrerInnen-Fachtagung: Wie kann Medienbildung im Schulalltag gelingen“?

PrintFriendly and PDF

 

Im Rahmen des diesjährigen media literacy award wird wieder eine medienpädagogische Fachtagung angeboten. Die Tagung richtet sich an LehrerInnen und DirektorInnen. Mehrere Lehrkräfte aus ganz Österreich werden Best-Practice-Beispiele zum Thema „Medienprojekte als Lernform“ vorstellen.

Im Anschluss an die Präsentationen haben alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und medienpädagogische Ansätze zu diskutieren.

 

Und hier vorweg eine kleine Themenauswahl der Projektpräsentationen:


– Mobile-Learning – Handys und Smartphones als Lerninstrumente

– Was bedeutet „Wirklichkeit“? – SchülerInnen begeben sich auf Erkundungstour und inszenieren Fotografien

– Mathe endlich spannend – SchülerInnen fabrizieren ein eigenes Lehrbuch

– Integration schmeckt! SchülerInnen gestalten gemeinsam ein Kochbuch

– In die Zukunft geschaut! SchülerInnen gestalten ihre eigenen Filme, Comics und Collagen

– Ohren auf: SchülerInnen machen Radio und lassen Bilder im Kopf entstehen

– Film ab! SchülerInnen realisieren einen eigenen Animationsfilm und schreiben ein Tagebuch darüber

 

Termin: 5. November 2015, 14-17h

Ort: Theaterhaus Dschungel Wien


Rasche Anmeldung erbeten! Begrenzte Teilnehmerzahl.

Die Veranstaltung ist ausgebucht! Bitte nicht mehr anmelden!

 

Hier finden Sie weitere Informationen.

Spiegelgrund oder vom Wert des Lebens

PrintFriendly and PDF

Wie stellt man etwas dar, wofür Worte schwer zu finden sind?

Das Klassenteam von Claudia Weinzierl und Tanja Karrer steht am Anfang eines Projekts, in dem Themen rund um den Spiegelgrund und den Wert des Lebens künstlerisch aufbereitet werden sollen.


Die 3A ist gerade dabei, die medialen Grenzen der Darstellbarkeit auszuloten. Mehrere Filme haben sich die Schülerinnen der Modeschule Wien bereits angesehen. Ihre anschließenden Diskussionen kreisten um die Fragen, was den Wert des Lebens ausmacht und was ein Leben lebenswert macht. Auch wie andere Medien mit diesen Fragen umgehen, war schon öfter Gesprächsthema.

Nun ist das Klassenteam gefragt, seine eigene Sicht der Dinge medial aufzubereiten. Die Schülerinnen stehen am Anfang ihrer Schaffensphase und haben sich je nach Interessenschwerpunkt in Kleingruppen zusammengetan. Nun wird überlegt, wie Themen rund um Inklusion, medizinische Ethik und Menschenwürde medial bearbeitet werden können.

 

Wir haben die Projektgruppe getroffen und sie gefragt, worin ihre Ansätze bestehen und welche Ideen sie umsetzen wollen.

 

Hier geht’s weiter zu den FACTS!

Weiterlesen

Hier wird Zeitung gemacht – Besuch bei der „HaiZeit“

PrintFriendly and PDF

Schülerzeitungen gibt es viele. Aber Artikel schreiben während des Unterrichts? Das ist wohl eher ungewöhnlich. Wir haben die 6a des Gymnasiums Haizingergasse in Wien besucht. An dieser Schule ist das Schreiben und Layoutieren von Artikeln Teil des Unterrichts!


Dass Zeitungen im digitalen Zeitalter keinesfalls „out“ sein müssen, beweisen die jungen RedakteurInnen der „HaiZeit“. Publiziert wird hier sowohl auf Papier als auch in einem Blog. Dabei befassen sich die Jugendlichen nicht nur mit unterschiedlichen Textsorten, sie lernen auch, wie man Texte leserfreundlich gestaltet und welche grafischen Elemente eingebaut werden können.

 

Das Gymnasium Haizingergasse bietet seinen SchülerInnen in der Oberstufe einen Medienschwerpunkt, in dem – je nach Schulstufe – Internet-, Print-, Radio- oder Videoprojekte durchgeführt werden. Der Medienschwerpunkt zielt darauf ab, dass die SchülerInnen eigenverantwortlich arbeiten und Medien selbst produzieren. Zusammen mit einer Kollegin unterrichtet Brigitte Braunöder das Fach Print. Im Rahmen dieses Faches wird die „HaiZeit“ geschrieben.

 

Bei unserem Besuch durften wir an der Redaktionssitzung teilnehmen und den Schülerteams beim anschließenden Arbeiten über die Schulter schauen. Es war spannend zu erfahren, was die jungen ZeitungsmacherInnen über Meinungsfreiheit denken und welche Themen sie gerade beschäftigen.     Und auch wenn nicht alle Schulen die Möglichkeit haben, eine eigene Redaktion anzubieten, hoffen wir, dass KollegInnen Anregungen für den eigenen Unterricht finden!

 


Weitere FACTS zum Medienschwerpunkt und zur „HaiZeit“

Weiterlesen

Träumen erlaubt!

PrintFriendly and PDF


Eine Schule für Bürokaufleute ist normalerweise kein Ort, an dem Phantasie eingefordert oder Videoclips realisiert werden. Geschweige denn ein Ort, an dem das Texten von Poetry Slam oder die Suche nach Filmmotiven Thema des Unterrichts sind.

 

Ganz anders sah es bei der Projektgruppe von Jutta Majcen und Karin Cerny aus. Vor kurzem trafen wir die beiden Lehrerinnen und ihre Klasse in der Berufsschule für Bürokaufleute in Wien und sprachen über ihr preisgekröntes Projekt „Traumfänger: Texte und Bilder gegen Gewalt“.

 

In ihren Texten verarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Eindrücke, die sie während ihres Besuchs bei „a-way“, einer Notschlafstelle für Jugendliche, erhalten haben. Die entstanden Videos zeugen nicht nur von einer großen Portion Kreativität, sondern auch von viel Sensibilität für das Thema Gewalt.

 

In Kürze erscheint der Videobeitrag über das Projekt!

Hier sind weitere Infos über das Projekt zu finden.

 

Die Tierolympiade

PrintFriendly and PDF

Hier laufen Kakerlaken um die Wette und hier treten Kängurus und Fische voller Eifer gegeneinander an. Wer hätte gedacht, dass schon Sechsjährige mit viel technischer und kreativer Raffinesse eigene Animationsfilme realisieren können?!

 

Mit schulischen Medienprojekten hat Birgit Desch lange Erfahrung. Sie unterrichtet an der Volksschule Oberlaa in Wien und hat mit den Kindern ihrer ersten Klasse im Schuljahr 2012/13 „Die Tierolympiade“ umgesetzt. Der zehnminütige Film zeigt, wie Tiere aus aller Welt sich auf den Weg zur Olympiade in Südafrika machen und dort in den unterschiedlichsten Disziplinen gegeneinander antreten.

 

Während der Projektrealisierung war nicht nur Teamplaying gefragt, sondern auch kritischer Verstand und jede Menge Kreativität. Dokumentiert wurden alle Arbeitsschritte im eigenen Klassen-Blog.

 

Das Projekt fand bei der Jury des [mla] so große Beachtung, dass das gesamte Team im Herbst 2013 ausgezeichnet wurde. Wir waren gespannt zu hören, was die jetzt zweite Klasse über ihr Projekt zu erzählen hat. Und wir ließen uns zeigen, wie so ein Film eigentlich entsteht.

 

Danke an Birgit Desch und ihre 2B!

 

 

Hier geht’s weiter zu den FACTS:

Weiterlesen