Medienkompetenz

SAVE THE DATE: WOCHE DER MEDIENKOMPETENZ

PrintFriendly and PDF


Bildschirmfoto 2017-06-14 um 21.18.39Vom 15. – 23. Oktober 2017 veranstalten wir österreichweit erstmals die „WOCHE DER MEDIENKOMPETENZ“. Ziel der Veranstaltung ist es, das Thema Medienbildung in den gesellschaftlichen Mittelpunkt zu rücken.

Kreative Ideen und kritische Impulse von MediennutzerInnen jeden Alters sind herzlich willkommen! Gemeinsam wollen wir den Chancen und Gefahren im Umgang mit digitalen Medien mehr Aufmerksamkeit widmen und die Bedeutung von Medienbildung für alle sichtbar machen.

Allgemeine Informationen finden Sie hier!
Zum Veranstaltungskalender geht’s hier!

 

Interview mit Peter Filzmaier: Politische Bildung – Chancen und Herausforderungen im digitalen Zeitalter

PrintFriendly and PDF

Im Mai widmen wir uns verstärkt dem Thema „Politische Bildung und Medienbildung“. Wir haben den Politikwissenschaftler Peter Filzmaier befragt, worin die Besonderheiten der politischen Kommunikation im digitalen Zeitalter liegen und welche Aufgaben der Medienbildung zukommen.

 Peter Filzmaier

Lisa Badura: Politische Bildung geht nicht ohne Medienkompetenz. Man kennt Sie vor allem als analytischen Beobachter vieler Wahlen und politischer Geschehnisse im Lande. Stellen Sie sich vor, Sie würden einen Tag in einer Schulklasse unterrichten. Welche Methoden und Übungen würden Sie anwenden, um Schülerinnen und Schülern näherzubringen, wie politische Kommunikation funktioniert?

 

Peter Filzmaier: Wollen Sie eine bloß gut klingende oder lieber eine ehrliche Antwort? Die Ehrlichkeit des Wissenschaftlers in einer derartigen Situation sieht so aus: Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie man eine Schulklasse am besten unterrichtet. Wie sollte es anders sein? Die LehrerInnen und nicht Politikwissenschaftler müssen wissen und selbstkritisch reflektieren, was man didaktisch macht. Sie sind ja die Pädagogen und mein Fachgebiet ist etwas ganz Anderes, nämlich öffentliche Kommunikation und Medienanalyse.

 

Aus dieser Perspektive kann ich nur darauf hinweisen, wie sehr SchülerInnen medial in uns fremden Parallelwelten leben. Für die Generation der Großeltern gilt das sowieso, weil die meistgesehene Nachrichtensendung Österreichs „Bundesland heute“ ist. Mit der Rezeption von Politik durch Jugendliche hat das genau gar nichts zu tun. LehrerInnen im Alter der Elterngeneration sind das Web 2.0 betreffend ebenso „digital immigrants“, die womöglich glauben, dass Facebook & Co relevant sind. Für Teenager ist Facebook allerdings aus der Steinzeit und wird wenig verwendet, für politische Informationen noch weniger. Auch „digital natives“ unter den LehrerInnen verwenden ganz andere Social Media als ihre Zielgruppe.

 

Sie haben mich persönlich angesprochen, also erlaube ich mir personenbezogene Gegenfragen. Wie viele LehrerInnen oder sonstige BildnerInnen unter den LeserInnen haben mich an einem Wahlabend im Fernsehen gesehen? Wenn ja, so freut mich das natürlich. Aber wie viele davon sahen mich auch auf Snapchat in einem dafür extra vom ORF gestalteten Kürzestvideo, das semi-live nur 24 Stunden verfügbar war? Keiner? Eben. Und selbst wenn, so wäre das immer noch fern von den SchülerInnen, die komplett andere Snaps ansehen.

 

L.B.: Medienkompetenz wird von dem von Ihnen zitierten Politikwissenschaftler Ulrich Sarcinelli als Basisqualifikation in der demokratischen Gesellschaft angesehen. Wie sehen diese Basisqualifikationen konkret aus? Haben Sie Beispiele, wo diese Qualifikationen notwendig sind?

 

Peter Filzmaier: Sarcinelli meinte damit, dass man heutzutage ohne Mediennutzungs(!)kompetenz genauso ausgegrenzt und benachteiligt wäre wie früher jemand, der nicht lesen und schreiben konnte. In vielen Fällen sind Menschen durch die Informationsflut speziell des Internets überfordert.

 

Eine umfassende Kompetenz für die Mediennutzung enthält – sorry, das wird nun länger – neben technischen Grundkenntnissen mindestens fünf weitere Aspekte:

 

Erstens das Verständnis der Struktur und Funktionsformen von Medien sowie ein kritisches Bewusstsein gegenüber Online-Einflüssen auf Gesellschaft und Individuum. Zweitens Fähigkeiten zur Analyse von durch Medien vermittelte Informationen – dazu zählen Quellenrecherche, Prüfung von Aktualität und Stellenwert, Kontrollmöglichkeiten für Richtigkeit usw.–, um Gesetzmäßigkeiten des Internets und deren Einfluss auf Inhalte zu entschlüsseln. Drittens Fähigkeiten für eine effiziente Informationssuche sowie für eine Nutzung des Web 2.0 als Ausdruck persönlicher Meinungen, um anstatt passiven Konsums sich aktiv zu beteiligen. Viertens soziale Beteiligung und Realbegegnungen, um Medienentwicklungen zu beeinflussen. Eine handlungsorientierte politische Bildungsarbeit in Österreich wird Mediennutzer motivieren müssen, das Web 2.0 auch zu „machen“. Fünftens braucht es die Entwicklung eines ethischen Grundkonsenses für Medieneinsätze.

 

Hand auf’s Herz: Wie kompetent sind wir Österreicher da im Durchschnitt? Sind nicht Schlagwörter wie „Lügenpresse“ und „fake news“ als Kampfbegriffe das beste Beispiel, wie schlecht es um unsere Medienkompetenz steht? Würden nicht obskure Medien mit ihren Verschwörungstheorien sich selbst disqualifizieren, wenn die Nutzer kompetenter wären? Hat nicht die Politische Bildung eine traurige Bilanz, wenn sie dem großteils hilflos gegenübersteht? Sind nicht Politiker sehr spät dran, wenn sie das Problem – Stichwort „Hasspostings“ – heute erst zu entdecken scheinen und gesetzliche Gegenmaßnahmen andenken?

 

Weiterlesen

„Film- und Medienkompetenz in der Schule von morgen“ – Interview mit Peter Schernhuber

PrintFriendly and PDF

Diagonale Logo

 

In Kürze startet die Diagonale (28. März bis 2. April 2017) – das größte Filmfestival für österreichische Produktionen.

 

Wir finden, es ist wieder einmal Zeit zu überlegen, wie Filmvermittlung im 21. Jahrhundert aussehen kann, und trafen Peter Schernhuber mitten in den Vorbereitungsarbeiten. 

 

IMG_8386

Seit 2016 ist Peter Schernhuber zusammen mit Sebastian Höglinger der künstlerische Leiter der Diagonale. Zudem war Peter Schernhuber Juror beim media literacy award im vergangenen Herbst.

 

Wir sprachen über die Bedeutung von Filmvermittlung und welche Aufgaben auf die Schule zukommen. Für Peter Schernhuber lassen sich anhand der Arbeiten von jungen FilmemacherInnen interessante Beobachtungen machen.

 

Hier geht’s zum Audiobeitrag!

 


IMG_8383

Auszüge des Interviews finden Sie auch hier!

 

Lisa Badura: Du warst Juror im Rahmen des media literacy award 2016 und hast auch da viele Filme sichten und bewerten müssen. Was fällt dir in Bezug auf die Schülerfilme auf?

 

Peter Schernhuber: Es ist bemerkenswert, wie viel junge Filmschaffende mittlerweile wissen. Es gibt einen irrsinnigen Pool an Vor-Bildern im wahrsten Sinne des Wortes. An dieser Stelle wird es interessant. Denn es knüpft an die Fragen an, was Jugendliche sehen und wie man über die Lebensrealität der jungen Leute zu einer Art Film- und Medienbildung kommen kann.

In meinen Augen ist es problematisch, wenn man von außen mit einem Kanon an die Jugendlichen herantritt und dieser Kanon vielleicht gar nichts mit ihrer Lebensrealität zu tun hat. In den Arbeiten der Jugendlichen sieht man sehr gut, wo ihr Interesse liegt, wie sie sich Bilder aneignen und ihre eigenen Dinge daraus machen.

Was auch eine erfreuliche Tendenz ist, dass es medial breiter wird. Das hängt wahrscheinlich mit den technischen Möglichkeiten zusammen, die Jugendliche heutzutage haben. Wir haben die Freude gehabt im Herbst (im Rahmen des media literacy award, Anmerkung der Redaktion) schöne Animationen zu sehen, Filme, die von Fotos ausgehen, und bis hin zu Spielfilmen, die sich im Genrefilm versuchen. Mitunter waren auch Arbeiten dabei, die versuchen, Medien gegen den Strich zu bürsten.

 

Weiterlesen

Filmvermittlung im 21. Jahrhundert – Theoretische und praktische Anregungen

PrintFriendly and PDF

Früher versammelte man sich in Kinosälen und vor TV-Geräten, um Filme anzuschauen. Durch die Verbreitung elektronischer Medien (z.B. Smartphones ) sind Filme über die klassischen Orte hinaus „tragbar“ und somit auch individuell konsumierbar geworden. Kurzum: Wir leben in einer durchdigitalisierten Welt. Medien, und somit auch Filme, sind schnelllebig und überall verfügbar geworden.

 

Wie kann Filmvermittlung im 21. Jahrhundert aussehen? Und welchen Einfluss haben die neuen Medien auf unsere Sehgewohnheiten? Ist es überhaupt noch möglich und sinnvoll, die Auseinandersetzung mit klassischen „wertvollen“ Filmen“ im heutigen Zeitalter zu fördern?

 

Eine Filmvermittlung sollte darauf abzielen, möglichst vielfältige Erscheinungsformen von Filmen zu berücksichtigen. Vom konkreten Medienkonsum der SchülerInnen auszugehen, ist dabei genauso wichtig wie Filme einzubeziehen, die eher nicht zu den alltäglichen Filmvorlieben der Jugendlichen zählen. Denn was Jugendliche nicht kennen, können sie nicht schätzen lernen.

 

Weiterlesen

IM FOKUS: Filmvermittlung

PrintFriendly and PDF

Im März widmen wir uns verstärkt dem Thema Filmvermittlung. Denn gerade in einer Zeit, in der audiovisuelle Medien ganz selbstverständlich zum Alltag gehören, ist es immer wieder spannend zu überlegen, wie man mit Bewegtbildern im Unterricht arbeiten kann.

Wir haben einen Newsletter erstellt, der viele Infos rund ums Thema „Filmbildung“ bietet und aufzeigt, welche Institutionen es Österreichweit in diesem Bereich gibt.

IMG_8386

Außerdem haben wir uns mit Peter Schernhuber, Co-Intendant der Diagonale getroffen und mit ihm über Film- und Medienbildung im 21. Jahrhundert gesprochen. Aus dem Interview haben wir einen kleinen Audiobeitrag erstellt.

 

Und welche Ansätze gibt es in der praktischen Filmarbeit? Wir haben Beispiele gesammelt, in denen Schülerteams und LehrerInnen über ihre eigenen Filmprojekte berichten. Unsere Videobeiträge zeigen, wie Schulklassen ihre Projekte umgesetzt haben.

 

Das alles erwartet Sie in Kürze!

 

Audio im Unterricht – Beispiele von Projekten

PrintFriendly and PDF

 

Unser Februar-Newsletter widmet sich dem Thema „Audio im Unterricht“!

 

Auch wir haben mit der Kamera schon mehrere Klassen besucht, in denen die Teams Radio- und Audioprojekte umgesetzt haben.

Unsere Videobeiträge geben spannende Einblicke!

 

haizingergasse
In der Haizingergasse (Wien) widmen sich die Schülerinnen und Schüler schwerpunktmäßig u.a. dem Medium Radio. So entstehen immer wieder „Bilder im Kopf“!

 

Hier geht’s zum Beitrag!

 

 

 

 

 

radio igel

An der Pädagogischen Hochschule Steiermark kommen bei „Radioigel“ jeden Tag Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen
zusammen und machen mit StudentInnen und Lehrpersonen gemeinsam Radio.

 

Hier geht’s zum Beitrag!

 

Digital Roadmap Austria

PrintFriendly and PDF

Die digitale Strategie der Bundesregierung

Am 19. Jänner wurde im Bundeskanzleramt die Digital Roadmap Austria vorgestellt. Eines der 12 Leitprinzipien lautet: „Digitale Bildung soll möglichst früh beginnen. Kein Kind soll ohne digitale Kompetenzen die Schule verlassen.“ Welche Erfordernisse in Bezug auf die Bildung zukommen, wurden auch formuliert.

  •  Die Strategien der Bundesregierung lauten u.a.:
  •  –  „Neben technischen Fähigkeiten und dem Wissen um die Technik muss auch der kritische und reflektierte Umgang mit Technologien im Sinne der Medien­bildung gefördert werden.“
  •  – „Es geht um einen bewussten und reflektierten Umgang mit neuen Medien und deren Inhalten. […] Verantwortungsvolle Medienpolitik und die Förderung von Medien­kompetenz sind hier besonders gefordert.“

Digital Roadmap

  • Die Maßnahmen der ausgearbeiteten Strategie lauten u.a. wie folgt:
  •  – „Förderung eines reflektierten und verant­wortungsvollen Gebrauchs der Technologien (Medienbildung, Datenschutz, Ethik) in der Schule und praktische Angebote für Erwachsene zur Stärkung ihrer Medienkompetenz“
  •  – „Besondere Maßnahmen zur Förderung von Mädchen und Frauen im digitalen und technischen Bereich.“

Hier geht’s zur DIGITAL ROADMAP AUSTRIA

Hier geht’s zur DIGITAL ROADMAP AUSTRIA Handlungsfeld BILDUNG.

 

Reaktionen zum Thema:

  •  – Chaos Computer Club: Kritik: Digital Roadmap als Lobbyistenwunschkonzert. In diesem Artikel heißt es u.a.: „Der Chaos Computer Club Wien wirft der Regierung vor, die Wünsche der Zivilgesellschaft bei der Erstellung ihrer Digitalisierungsstrategie ignoriert zu haben.“ (futurezone, 19.01.2017).
  •  – Digitalisierung könnte 40 Milliarden Euro bringen. Hier heißt es u.a.: „…. Vom Kindergarten- bis zum Seniorenalter sollen die Maßnahmen der „Digitalen Roadmap“ reichen. Es geht, so Duzdar und Mahrer unisono, „um Medienkompetenz für die Kleinsten bis hin zu Coaching für die Älteren und damit um Teilhabegerechtigkeit.“ (Kurier, 19.01.2017).

 

Radiokolleg – Das medialisierte Kind

PrintFriendly and PDF


oe1Von klein auf mit der Welt vernetzt (1-3). Sendereihe von Johannes Gelich.

 

Diese Woche hat Ö1 eine interessante dreiteilige Beitragsreihe zum Thema mediale Früherziehung gesendet.

Auszug aus der Programmbeschreibung: „Ob Medienkonsum oder mediale Vermarktung, die Zauberformel für den pädagogisch richtigen Umgang mit Medien wurde noch nicht gefunden. Dessen ungeachtet sucht Johannes Gelich in dieser „Radiokolleg“-Reihe Auswege aus der verfahrenen Diskussion rund um die mediale Belagerung unsere Kinder.“

 

 

Hier geht’s zum ersten Teil der Sendereihe sowie zu den weiteren Infos und Literaturtips von Ö1. (gesendet am 23.01.2017)

Hier geht’s zum zweiten Teil der Sendereihe (gesendet am 24.01.2017)

Hier geht’s zum dritten Teil der Sendereihe (gesendet am 25.01.2017)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neue mediamanual Website online!

PrintFriendly and PDF

Seit dieser Woche ist die neue mediamanual Website online! Wir freuen uns, dass unsere Plattform ab sofort im frischen Outfit erscheint. Alle Infos rund um Medienkompetenz in der Schule sind jetzt noch übersichtlicher zu finden.

 

neue-mediamanual-website

 

Was erwartet Sie auf der Plattform Neues? Neben unserem Archiv (hier finden Sie alle bisherigen Arbeitsmaterialien und Filmhefte) bieten wir aktuelle Infos und monatliche Newsletter. Zudem wollen wir Sie anregen, sich im Bereich der Digital Makers auszuprobieren.

 

Für kommendes Jahr sei schon erwähnt, dass es viele neue Angebote von mediamanual gibt. Neben Workshops, die wir für LehrerInnen in unseren neuen Räumlichkeiten anbieten werden, veranstalten wir mit verschiedenen Institutionen von 15. bis 23. Oktober 2017 eine Woche der Medienkompetenz. Der media literacy award 2017 wird von 18.-20. Oktober stattfinden!

 

Wir wünschen frohe Festtage und ein gesundes neues Jahr 2017!

 

 

Bühne frei für die Verleihung der media literacy awards!

PrintFriendly and PDF

Vorige Woche war es wieder soweit. Fast 300 LehrerInnen, SchülerInnen und VertreterInnen der Medienbranche kamen bei der Eröffnungsgala zusammen, als am 19. Oktober der Startschuss für das media literacy award Festival fiel!


Vom 19.-21. Oktober fand im Dschungel Wien das [mla] Medienfestival statt.

 

In Anwesenheit der Bildungsministerin Sonja Hammerschmidt wurde das Festival feierlich eröffnet

 

Weiterlesen