Lisa Badura

Literaturhinweis: Methoden der Politischen Bildung

methoden der politischen bildung

Bevor wir unseren Mai-Newsletter „Politische Bildung und Medienbildung“ präsentieren, vorab eine Literaturempfehlung!

Im vom Zentrum polis herausgegebenen Skriptum finden Sie jede Menge Beispiele für Übungen und Methoden. Anschaulich und inspirierend für den Unterricht!

 

Hier finden Sie das Dokument als Download!

 

 

Unser kommender Schwerpunkt: Politische Bildung und Medienbildung

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Im Mai werden wir uns verstärkt dem Thema „Politische Bildung und Medienbildung“ widmen. Unser Newsletter wird Initiativen und Ansätze zu diesem Thema aufzeigen.

 

Und gleich zwei Ankündigungen vorneweg! Wir freuen uns, dass der Politikwissenschaftler Peter Filzmaier seine Einschätzungen in einem Interview darlegen wird. In Kürze erscheint das Interview auf unserem Blog!

AT_2017.inddZudem wollen wir auf die Veranstaltung „Aktionstage Politische Bildung“ vom Zentrum polis hinweisen! In der Zeit von 23. April bis 9. Mai werden in ganz Österreich vielfältige Zugänge zur Politischen Bildung aufgezeigt.

 

 

Barcamp in Salzburg 18. und 19. April

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Derzeit findet am Institut für Medienbildung in Salzburg das Barcamp für MedienpädagogInnen statt!

 

Dienstag 18. April: 10 bis 17 Uhr

Mittwoch 19. April: 9 bis 16 Uhr

Adresse: Strubergasse 18, 2. Stock, 5020 Salzburg

 

Mehr Infos hier!

 

 

Digital Makers – Herumtüfteln erwünscht! Interview mit Susi Windischbauer und Hans Christian Merten

Wir waren neugierig, wie man spielerisch, aber trotzdem zielführend, in Bildungszusammenhängen (digital) herumtüfteln kann. Passend zum aktuellen Schwerpunkt „Digital Makers“ haben wir zwei Personen befragt, die sich mit diesem Thema gut auskennen. 

 

Susi Windischbauer hat u.a. das Ars Electronica EducationLab etabliert und arbeitet aktuell als Volksschullehrerin in Nussbach/OÖ

Hans Christian Merten ist Leiter von u19 – CREATE YOUR WORLD der Ars Electronica Linz

 

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Lisa Badura: Für Eltern ist es nicht ungewöhnlich, mit Kindern zum Lego zu greifen, eine Modelleisenbahnstrecke zu bauen oder einen eigenen Trickfilm zu drehen. Warum ist das mediale und technische „Herumtüfteln“ in unseren Schulen häufig noch so ungewöhnlich? Welche Angst sollte man LehrerInnen nehmen?

 

Susi Windischbauer: LehrerInnen werden oft von der Angst verfolgt, für alles ExpertInnen sein zu müssen. Das funktioniert heutzutage nicht mehr und hat wahrscheinlich, wenn wir ehrlich sind, nie funktioniert. Ich denke, am wichtigsten wäre es, sich den Sprung ins kalte Wasser zuzutrauen und einfach einmal etwas auszuprobieren und auf der anderen Seite Mut zur Lücke zu beweisen. Das heißt für mich vor allem, auch einmal eine Seite im Mathematikbuch auszulassen und sich dafür zu überlegen, was es heißt, zwei Programmier-Bausteine so zu verbinden, dass eine „Wenn-dann-Beziehung“ dabei herauskommt. Natürlich kann ich in einem solchen Prozess nur als MentorIn und BegleiterIn agieren und nicht als die- oder derjenige, der die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat.

Dazu gehört auch der Mut, sich darauf einzulassen, etwas gemeinsam mit den SchülerInnen herauszufinden oder zu lösen und nicht vorher schon alles bis ins Detail zu kennen.

Ich selbst bin ja auch nur mit gefährlichem Halbwissen bezüglich digitaler Gestaltung ausgestattet. Was mich vielleicht unterscheidet ist, dass ich diese Ausdrucksmöglichkeit eine spannende finde und ich einfach auch will, dass Menschen, die jetzt kleine Kinder sind, in Zukunft einmal wirklich coole Lösungen entwickeln, damit unsere Welt wieder ein Stückchen besser wird, und nicht einfach schlucken müssen, was ihnen die großen Konzerne vor die Nase setzen. Dazu müssen sie vor allem eines haben: „Gestaltungskompetenz“ – egal ob digital oder analog, wir müssen uns trauen, etwas auszuprobieren, ohne vorher genau zu wissen, was dabei herauskommen wird. Wir müssen experimentieren, nicht nach Rezept, sondern im ursprünglichsten Sinn.

 

Hans Christian Merten: Ich glaube gar nicht, dass das so selten passiert, wie in der öffentlichen Meinung präsent. Viele Lehrerinnen und Lehrer binden neue Technologien und sogenannte Neue Medien regelmäßig im Unterricht ein. Lediglich die administrativen Prozesse im Schulwesen machen es manchmal sehr schwer, an diesen neuen Unterrichtsformen festzuhalten, da es schnell nur mehr zur Angelegenheit der jeweiligen Lehrperson wird, sich um technische Wartungen und das Funktionieren im Schulbetrieb zu kümmern. Irgendwann geht sich das im Schulalltag nicht mehr aus – deshalb endet das Herumtüfteln oft nur als einmaliges Projekt. Die Angst, etwas Neues zu probieren, kommt hier vermutlich davon, dass man fürchtet, dass der Zusatzimpuls dann nur dazu führt, dass man eigentlich nur mehr in der Freizeit daran arbeitet. Also könnte man hier mit einer Lockerung der administrativen Tätigkeiten vermutlich schon viel bewirken.

 

L B: Mediales und technisches „Herumtüfteln“ bedeutet vor allem, eigenständig oder im Team nach Lösungen zu suchen und sich erst einmal auf „unbekanntes“ Lern-Terrain zu begeben. Welche Erfahrungen machen dadurch Kinder und Jugendliche vor allem? Kennt ihr Beispiele oder Anekdoten aus eigener Berufspraxis, wo Lernprozesse/-erfolge besonders gut sichtbar waren?

 

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Digital Maker / MINT und Medienbildung – Newsletter online!

Im aktuellen Newsletter haben wir uns dem Thema Digital Maker gewidmet. „Maker“ ist eine Bezeichnung, die man auch als Do-it-yourself-Kultur beschreiben kann. Ziel ist, mit eigenen Mitteln ein Problem zu lösen.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen des aktuellen Newsletter!

 

In Kürze erscheint zudem ein Interview mit Susi Windischbauer und Hans Christian Merten, die auf vielfältige Weise im „Maker“-Bereich tätig sind und von ihren Erfahrungen im Schul- bzw. Museumsbereich (Ars Electronica) berichten.

 

 

„Film- und Medienkompetenz in der Schule von morgen“ – Interview mit Peter Schernhuber

Diagonale Logo

 

In Kürze startet die Diagonale (28. März bis 2. April 2017) – das größte Filmfestival für österreichische Produktionen.

 

Wir finden, es ist wieder einmal Zeit zu überlegen, wie Filmvermittlung im 21. Jahrhundert aussehen kann, und trafen Peter Schernhuber mitten in den Vorbereitungsarbeiten. 

 

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Seit 2016 ist Peter Schernhuber zusammen mit Sebastian Höglinger der künstlerische Leiter der Diagonale. Zudem war Peter Schernhuber Juror beim media literacy award im vergangenen Herbst.

 

Wir sprachen über die Bedeutung von Filmvermittlung und welche Aufgaben auf die Schule zukommen. Für Peter Schernhuber lassen sich anhand der Arbeiten von jungen FilmemacherInnen interessante Beobachtungen machen.

 

Hier geht’s zum Audiobeitrag!

 


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Auszüge des Interviews finden Sie auch hier!

 

Lisa Badura: Du warst Juror im Rahmen des media literacy award 2016 und hast auch da viele Filme sichten und bewerten müssen. Was fällt dir in Bezug auf die Schülerfilme auf?

 

Peter Schernhuber: Es ist bemerkenswert, wie viel junge Filmschaffende mittlerweile wissen. Es gibt einen irrsinnigen Pool an Vor-Bildern im wahrsten Sinne des Wortes. An dieser Stelle wird es interessant. Denn es knüpft an die Fragen an, was Jugendliche sehen und wie man über die Lebensrealität der jungen Leute zu einer Art Film- und Medienbildung kommen kann.

In meinen Augen ist es problematisch, wenn man von außen mit einem Kanon an die Jugendlichen herantritt und dieser Kanon vielleicht gar nichts mit ihrer Lebensrealität zu tun hat. In den Arbeiten der Jugendlichen sieht man sehr gut, wo ihr Interesse liegt, wie sie sich Bilder aneignen und ihre eigenen Dinge daraus machen.

Was auch eine erfreuliche Tendenz ist, dass es medial breiter wird. Das hängt wahrscheinlich mit den technischen Möglichkeiten zusammen, die Jugendliche heutzutage haben. Wir haben die Freude gehabt im Herbst (im Rahmen des media literacy award, Anmerkung der Redaktion) schöne Animationen zu sehen, Filme, die von Fotos ausgehen, und bis hin zu Spielfilmen, die sich im Genrefilm versuchen. Mitunter waren auch Arbeiten dabei, die versuchen, Medien gegen den Strich zu bürsten.

 

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Filmvermittlung – Erfahrungswerte und praktische Tipps

Wie haben unterschiedliche Klassenteams Filmprojekte realisiert?

 

In unserem Blog stellen wir u.a. Projekte vor, in denen es um die aktive Filmarbeit an Schulen geht. In den Videobeiträgen haben wir mit LehrerInnen und SchülerInnen über ihre Erfahrungswerte gesprochen und konnten dadurch interessante Einblicke in Stolpersteine und Gelingensfaktoren bei der Filmarbeit erhalten.

 

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„Die Weltraumforscherbande“ ist ein Volksschulprojekt, das an einer Wiener Schule entstanden ist. Die Besonderheit der Schule: 95% der Kinder haben Migrationshintergrund. Der Animationsfilm ist in Kooperation mit einer Künstlerin entstanden und wurde im Rahmen des [mla] 2014 ausgezeichnet.

Hier geht’s zum Videobeitrag! 

 

 

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„Traumfänger – Texte und Bilder gegen Gewalt“ ist ein Filmprojekt, das in Kooperation mit einer Poetry Slam-Künstlerin an einer Wiener Berufsschule realisiert wurde und im Rahmen eines Filmworkshops entstand. Anhand von einfachen aber eindringlichen Stilmitteln thematisiert das Projekt Ausgrenzung und Gewalt. Das Projekt wurde schon mehrfach ausgezeichnet, so auch beim [mla] 2013.

Hier geht’s zum Videobeitrag! 

 

 

 

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„Die Tierolympiade“ ist ein Animationsfilm, das an einer Wiener Volksschulklasse entstand. Im Rahmen seines Projekts erlernte das Klassenteam die Techniken des Legetrickfilms und recherchierte im Vorfeld zum Thema „Tiere in Afrika“. Das Projekt wurde im Rahmen des [mla] 2013 ausgezeichnet.

Hier geht’s zum Videobeitrag! 

 

 

 

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„Macht, dass ihr wegkommt“ ist ein Filmprojekt, das an einer Salzburger Neuen Mittelschule (NMS) realisiert wurde. In ihrem Film, der in seiner Form an einen Stummfilm der Schwarz-Weiß-Film-Ära erinnert, behandeln die Schülerinnen und Schüler Mobbing und Gewalt.

Hier geht’s zum Videobeitrag! 

 

 

 

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„Lehen Style“ ist ein Film, in dem Schülerinnen und Schüler einer Salzburger Neuen Mittelschule (NMS) das Musikvideo von Psy „Gangnam-Style“ selbstbewusst neu adaptieren. Das Klassenteam wird an einer Schule unterrichtet, die in einem sozialen Brennpunktviertel liegt.

Hier geht’s zum Videobeitrag! 

 

 

 

 

 

 

Filmvermittlung im 21. Jahrhundert – Theoretische und praktische Anregungen

Früher versammelte man sich in Kinosälen und vor TV-Geräten, um Filme anzuschauen. Durch die Verbreitung elektronischer Medien (z.B. Smartphones ) sind Filme über die klassischen Orte hinaus „tragbar“ und somit auch individuell konsumierbar geworden. Kurzum: Wir leben in einer durchdigitalisierten Welt. Medien, und somit auch Filme, sind schnelllebig und überall verfügbar geworden.

 

Wie kann Filmvermittlung im 21. Jahrhundert aussehen? Und welchen Einfluss haben die neuen Medien auf unsere Sehgewohnheiten? Ist es überhaupt noch möglich und sinnvoll, die Auseinandersetzung mit klassischen „wertvollen“ Filmen“ im heutigen Zeitalter zu fördern?

 

Eine Filmvermittlung sollte darauf abzielen, möglichst vielfältige Erscheinungsformen von Filmen zu berücksichtigen. Vom konkreten Medienkonsum der SchülerInnen auszugehen, ist dabei genauso wichtig wie Filme einzubeziehen, die eher nicht zu den alltäglichen Filmvorlieben der Jugendlichen zählen. Denn was Jugendliche nicht kennen, können sie nicht schätzen lernen.

 

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Newsletter online: Filmvermittlung im Unterricht

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Der aktuelle Newsletter ist nun online! Wir haben verschiedene Angebote zu „Filmvermittlung im Unterricht“ für Sie gesammelt und wünschen viel Vergnügen beim Lesen und beim Filme machen!

 

Hier geht’s zum Newsletter „Filmvermittlung im Unterricht“!

 

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IM FOKUS: Filmvermittlung

Im März widmen wir uns verstärkt dem Thema Filmvermittlung. Denn gerade in einer Zeit, in der audiovisuelle Medien ganz selbstverständlich zum Alltag gehören, ist es immer wieder spannend zu überlegen, wie man mit Bewegtbildern im Unterricht arbeiten kann.

Wir haben einen Newsletter erstellt, der viele Infos rund ums Thema „Filmbildung“ bietet und aufzeigt, welche Institutionen es Österreichweit in diesem Bereich gibt.

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Außerdem haben wir uns mit Peter Schernhuber, Co-Intendant der Diagonale getroffen und mit ihm über Film- und Medienbildung im 21. Jahrhundert gesprochen. Aus dem Interview haben wir einen kleinen Audiobeitrag erstellt.

 

Und welche Ansätze gibt es in der praktischen Filmarbeit? Wir haben Beispiele gesammelt, in denen Schülerteams und LehrerInnen über ihre eigenen Filmprojekte berichten. Unsere Videobeiträge zeigen, wie Schulklassen ihre Projekte umgesetzt haben.

 

Das alles erwartet Sie in Kürze!