Filmvermittlung im 21. Jahrhundert – Theoretische und praktische Anregungen

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Früher versammelte man sich in Kinosälen und vor TV-Geräten, um Filme anzuschauen. Durch die Verbreitung elektronischer Medien (z.B. Smartphones ) sind Filme über die klassischen Orte hinaus „tragbar“ und somit auch individuell konsumierbar geworden. Kurzum: Wir leben in einer durchdigitalisierten Welt. Medien, und somit auch Filme, sind schnelllebig und überall verfügbar geworden.

 

Wie kann Filmvermittlung im 21. Jahrhundert aussehen? Und welchen Einfluss haben die neuen Medien auf unsere Sehgewohnheiten? Ist es überhaupt noch möglich und sinnvoll, die Auseinandersetzung mit klassischen „wertvollen“ Filmen“ im heutigen Zeitalter zu fördern?

 

Eine Filmvermittlung sollte darauf abzielen, möglichst vielfältige Erscheinungsformen von Filmen zu berücksichtigen. Vom konkreten Medienkonsum der SchülerInnen auszugehen, ist dabei genauso wichtig wie Filme einzubeziehen, die eher nicht zu den alltäglichen Filmvorlieben der Jugendlichen zählen. Denn was Jugendliche nicht kennen, können sie nicht schätzen lernen.

 

 

Im Unterricht bzw. kurzen Übungseinheiten kann es beispielsweise sinnvoll sein, mit einzelnen Sequenzen zu arbeiten und Filme – auch aus verschiedenen Epochen – zu vergleichen. Viele Ausschnitte aus historischen Filmen lassen sich leicht auf YouTube finden.

 

Bei der Frage um ästhetische Formen, lassen sich zum Beispiel die Anzahl der Einstellungen pro Szene, der Einsatz von Musik, Einstellungsgrößen oder der Aufwand von Kamerafahrten vergleichen. Was sagen die Erkenntnisse über unsere Sehgewohnheiten aus? Inwiefern beeinflussen die Medien ihre Botschaften?

 

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