Einmal die Welt von oben bitte! Die filmische Reise der „Weltraumforscherbande“

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Was berichten wohl junge Astronautinnen und Astronauten ihren Eltern und Geschwistern, wenn sie ins Weltall schweben und die Erde von oben sehen? – Was es im Universum alles zu entdecken gibt, überlegten sich die Schülerinnen und Schüler der Wiener Ganztagsvolksschule (GTVS) Am Schöpfwerk. Auf ihrer filmischen Reise durften die Kinder der 2C und 3C die Regie übernehmen.


Die GTVS Am Schöpfwerk ist eine besondere Schule. Ca. 95 Prozent der Schülerinnen und Schüler sprechen eine nicht deutsche Muttersprache und haben neben ihrer österreichischen Staatsbürgerschaft eine weitere Nationalität.

 

Die unterschiedlichen Sprachen wollte die Künstlerin und Kunstvermittlerin Karen Oldenburg (operated by Die Bibliothekare) sichtbar und hörbar machen und initiierte ein Filmprojekt, das sie zusammen mit Sabine Preßke (Klassenlehrerin der 3C) und Burgi Müller (Klassenlehrerin der 2C) während des Schuljahrs 2013/14 umsetzte. Während acht Wochen realisierten beide Klassen in Kleingruppenarbeit einen eigenen Stopmotionfilm.

 

Für ihr Projekt wurden die Teams kürzlich mit dem media literacy award in der Kategorie VIDEO ausgezeichnet. Wir wollten die frisch gebackenen PreisträgerInnen kennenlernen und sprachen mit ihnen über ihre Arbeit.

 

Hier geht’s weiter zu den FACTS:

 

FACTS:

– Projektdauer: ca. 2 Monate
– Alter der Schülerinnen und Schüler: 7-9 Jahre
– Unterrichtsstunden: ca. 30 Stunden. Es wurde fächerübergreifend (in Deutsch, Sachunterricht, Mathe, Bildnerischer Erziehung) gearbeitet.
– Hardware: iPads, Beamer
– Software: iStopMotion (Das Programm verwandelt die einzelnen Standbilder in eine fertige Trickfilmsequenz.)

 

– An der GTVS AM Schöpfwerk wird muttersprachlicher Zusatzunterricht in folgenden Sprachen angeboten: Arabisch, Türkisch, Bosnisch, Kroatisch und Serbisch.
– Burgi Müller unterrichtet seit 35 Jahren an der GTVS und hatte keine medienpädagogischen Vorerfahrungen.
– Sabine Preßke unterrichtet seit 21 Jahren (seit 10 Jahren an der GTVS Schöpfwerk) und hatte auch keine medienpädagogischen Vorerfahrungen.
– Eine große Herausforderung beim Unterrichten besteht für die Lehrerinnen darin, dass die Kinder schwer voneinander Deutsch lernen, da fast alle SchülerInnen geringe Deutschkenntnisse haben. Eine große Bereicherung sehen die Kolleginnen in der kulturellen Vielfalt ihrer SchülerInnen.
– Nach Meinung von Sabine Preßke und Burgi Müller wurde im Rahmen des Projekts die Sozialkompetenz der Kinder sehr gefördert, da alle Kinder (auch die Leistungsschwachen) sich in gleicher Weise einbringen konnten.

 

 

Lisa B.: Karen Oldenburg, warum denkst du, dass das Produzieren von Medien in den Unterricht gehören?

Ich habe Kunst und Medien in einer der größten deutschen Kunsthochschulen studiert, das heisst zu meiner Art von Kunst gehören die Medien natürlich und selbstverständlich dazu. Neue Medien sind zeitgemäße Unterstützungen für Lernwege und Lernprozesse, die sich ja auch verändern und so neu gestaltet werden können. Ich vertrete, wie auch  „DIE BIBLIOTHEKARE“  die Idee eines „Künstlerischen LERNENs“, wobei die Neuen Medien unerlässlich sind. Dabei kommen  performativ forschende Künstlerfiguren als „Komplizen“ der Kinder/Schüler zum Einsatz, die dann auch medial begeleitet „künstlerische Prozesse“ anstoßen.

 

Was ist das Ziel deines Vereins „“DIE BIBLIOTHEKARE“ “ und deiner Arbeit?

Ich habe diesen Verein mit anderen schon 2005 gegründet, und das Ziel war eigentlich, diese künstlerischen Forscherpositionen durch „Kunstfiguren“ zu illustrieren und auf diesem Weg meine performativen Erfahrungen mit edukativen und künstlerischen Prozessen zu verbinden. Mich interessiert es, neue und andere Weltsichten/Erfahrungen ebenso wie neue Rollenbilder zu erfinden, die es ermöglichen, künstlerisch durchs Leben zu spazieren.

 

 

 

Anmerkung: Die Altersangaben im Videobeitrag beziehen sich auf das aktuelle Alter der Kinder. Während der Realisierung des Films waren die Schülerinnen und Schüler ein Jahr jünger und sind mittlerweile in der 3C bzw. 4C.

 

Die vollständigen Videos der 2C und 3 C:


Video „Die Weltraumforscherbande“ der 2C

 

Video „Die Weltraumforscherbande“ der 3C

 

 

 

Eindrücke von der Umsetzung:

 

 

 

 

 

 

 

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