Bilder, die im Kopf entstehen – Radioarbeit am Gymnasium Haizingergasse

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Konzentriert wird der Geräuschpegel der Dialoge nachjustiert und die Tonspur auf den gleichen Pegel gebracht. Das Resultat wird ein letztes Mal auf das Drehbuch hin überprüft, bevor die Einspielungen sorgfältig abgespeichert werden. Wer diesem Schülerteam bei seiner Arbeit zuschaut, versteht schnell, dass die Erstellung eines Hörspiels Fähigkeiten erfordert, die gelernt sein wollen.

 

Ferdinand Gschwendtner ist stolz auf seine Schülerinnen und Schüler. Was er sich autodidaktisch angeeignet hat, gibt er nun seit mehreren Jahren seinen Schülergruppen weiter. Audioprojekte werden am Wiener GWIKU Haizingergasse großgeschrieben. Denn zusammen mit Video, Print und Internet ist hier die Produktion von Medienprojekten curricular verankert. Was man sich davon verspricht? Durch die Realisierung von Medienprojekten erweitern die SchülerInnen ihre Teamfähigkeit, erlernen kreative Problemlösungen und vergrößern ihr Verständnis über die Wirkungsweisen von Medien.

 

Wir durften der 7C während ihrer Arbeit über die Schulter schauen und erfahren, wie man mit Geräuschen Bilder im Kopf erzeugen kann.

 

 

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FACTS


– Seit 2006 besteht der Medienschwerpunkt am Wiener GWIKU Haizingergasse. Die ursprüngliche Idee bestand darin, den wirtschaftskundlichen Zweig der Schule attraktiver zu machen.

 

Jedes der vier Oberstufen-Schuljahre ist einem Medium gewidmet: In der 5. Klasse geht es ums Internet; in der 6. liegt der Schwerpunkt auf den Printmedien; in der 7. Klasse steht Radio auf dem Stundenplan und in der 8. Klasse beschäftigen sich die SchülerInnen mit dem Medium Film. – Für Medienpraxis stehen zwei Schulstunden pro Woche zur Verfügung, diese werden durch eine Stunde Mediananalyse ergänzt. In dem insgesamt dreistündigen Fach Medienkunde kann auch maturiert werden.

 

– „Aufs Ohr“ heißt das Schülerradio, das einmal in der Woche aus dem Studio live gesendet wird. Ab und zu werden die SchülerInnen dabei von den Medianauten unterstützt. Zusammen mit  seinen KollegInnen Vera und Gerald Mittermann-Nowak betreut Ferdinand Gschwendtner das Fach Radio.

 

– Bevor die SchülerInnen eigene Beiträge erstellen und halbstündige Live-Sendungen und Hörspiele realisieren, lernen sie über Darstellungsformen, Gestaltungselemente, Dramaturgie und Schnitt und machen Vorübungen in Form von Umfragen.

 

– Die LehrerInnen geben grobe inhaltliche und formelle Vorgaben, bei der Umsetzung besteht Freiraum. Die SchülerInnen arbeiten in Zweier- bis Dreierteams und führen ihre Projekte selbstständig durch. Bei Fragen wenden sie sich an die LehrerInnen.

 

 

 

Was hat Sie zum Radio geführt und warum ist es Ihnen ein Anliegen, mit Ihren SchülerInnen Radio zu machen?

Da gab es eine Auftaktveranstaltung zu Schülerradio  gemeinsam mit der Volkhochschule polycollege in Wien Margareten, wo man schon sehr früh versucht hat, das Medium Radio zu öffnen. Mich hat fasziniert, dass hier Radiohörer von Konsumenten zu Produzenten werden konnten. Und ich dachte mir, dass man in der Schule mit Radio einerseits etwas über das Medium selbst, über unsere Medienwelt erfahren kann, andererseits das Radio als Mittel dienen könnte, um in den verschiedensten Fächern neue Formen der Erarbeitung von Wissen auszuprobieren.

 

Welche medienpädagogischen Tipps haben Sie für KollegInnen?

Ich versuche, den SchülerInnen einerseits genug Freiraum zu lassen, selbst etwas auszuprobieren und andererseits doch so genaue Anforderungen zu stellen, dass es nicht beliebig und belanglos wird. Aber das ist nicht wirklich ein medienpädagogischer Tipp.

 

Was sind Ihre größten Motivationsfaktoren?

SchülerInnen, die nicht nur Vorgaben pflichterfüllen, sondern Möglichkeiten kreativ nutzen.

 

 

 

–      Mehr Infos auf Schülerradio!

 

 

 

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