Die Tierolympiade

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Hier laufen Kakerlaken um die Wette und hier treten Kängurus und Fische voller Eifer gegeneinander an. Wer hätte gedacht, dass schon Sechsjährige mit viel technischer und kreativer Raffinesse eigene Animationsfilme realisieren können?!

 

Mit schulischen Medienprojekten hat Birgit Desch lange Erfahrung. Sie unterrichtet an der Volksschule Oberlaa in Wien und hat mit den Kindern ihrer ersten Klasse im Schuljahr 2012/13 „Die Tierolympiade“ umgesetzt. Der zehnminütige Film zeigt, wie Tiere aus aller Welt sich auf den Weg zur Olympiade in Südafrika machen und dort in den unterschiedlichsten Disziplinen gegeneinander antreten.

 

Während der Projektrealisierung war nicht nur Teamplaying gefragt, sondern auch kritischer Verstand und jede Menge Kreativität. Dokumentiert wurden alle Arbeitsschritte im eigenen Klassen-Blog.

 

Das Projekt fand bei der Jury des [mla] so große Beachtung, dass das gesamte Team im Herbst 2013 ausgezeichnet wurde. Wir waren gespannt zu hören, was die jetzt zweite Klasse über ihr Projekt zu erzählen hat. Und wir ließen uns zeigen, wie so ein Film eigentlich entsteht.

 

Danke an Birgit Desch und ihre 2B!

 

 

Hier geht’s weiter zu den FACTS:

 


FACTS (zusammengestellt von Birgit Desch):

 

Teilnehmerzahl: 20 SchülerInnen

Alter der SchülerInnen: 6-7 Jahre

Klasse: 1B

Projektzeitraum: Jänner  – Juni 2013 (Wettkämpfe – Projektpräsentation)

Projektdauer: ca. 48 Unterrichtseinheiten

Verwendete Software: Paint Shop Pro, Microsoft PowerPoint

 

FACTS zur UMSETZUNG:

 

An der Schule gibt es seit September 2013 eine Sportklasse mit einer Stunde vermehrtem Sportunterricht. In Kooperation mit einem vom Stadtschulrat zur Verfügung gestellten Sportpädagogen werden die Schülerinnen und Schüler im Ausmaß von 2 Stunden pro Woche trainiert. Leistungsendziel ist ein großes Sportevent am Ende des Schuljahres: Athletics light.

 

Als Klasse mit EDV-Schwerpunkt lag es nahe, die Zeitspanne vom Training bis zum Wettkampf mittels BLOG zu dokumentieren und die Thematik: Sportwettkampf in eine autobiografische Multimediageschichte (Tiere übernehmen die Rolle der Sportler) zu verpacken.

 

Vorrangige Ziele waren dabei die Erziehung zur Freude am Sport, alle Klassen zur Teilnahme am Wettbewerb zu motivieren, Trainingsabläufe bewusst zu machen, durch Umfragen, erstellen von Statistiken die Freizeitgestaltung der übrigen SchülerInnen zu ermitteln, gemeinsame schulstufenübergreifende Trainingseinheiten zu organisieren, Fairness anderen TeilnehmerInnen gegenüber zu entwickeln.

 

Grundlegende Arbeitstechniken wie der Umgang mit Maus und Tastatur, Speichern auf dem USB-Stick und das Arbeiten mit den Programmen Paint Shop Pro und Microsoft PowerPoint wurden zuerst gemeinsam im EDV-Raum der Schule erworben.

Individuelle Anwendungen wie der Aufbau der Folienstruktur, das Einfügen der Hintergründe, der Grafiken und Animationen sowie die Vertonung erfolgten in der Klasse am multimedialen Gerät, in den freien Lernphasen, wobei das selbstständige, kreative Arbeiten im Team gefördert wurde.

 

 

Folgende Kriterien sollte das Team bei der Realisierung des Projektes beachten:

 

Nachdem der Inhalt der Geschichte strukturiert war, legten wir vorerst eine Seitenanzahl von 20 Folien (1 Folie pro Kind) fest. Die Hälfte der Folien sollte die Anreise und das Training beinhalten, die zweite Hälfte den Wettkampf. Die SchülerInnen teilten die Teams nach Sportgruppen ein, wobei jede Gruppe ca.5 Seiten gemeinsam gestalten sollte. Zuerst wurden im Teamwork abwechselnd die Hintergründe, dann die Grafiken eingefügt.

Wichtig war es, den Zeitplan einzuhalten und sich gegenseitig zu helfen. Beim Animieren der einzelnen Figuren kristallisierten sich schon bald ein paar SpezialistInnen heraus, die den anderen Kindern mit Rat und Tat zur Seite standen. Eine besondere Herausforderung waren die Tonaufnahmen während des regulären Unterrichts, da die Geräuschkulisse im Hintergrund gleich null sein sollte. Unmittelbar nach der Aufnahme wurde sie für alle in der Klasse hörbar abgespielt und falls notwendig gelöscht und gleich noch einmal aufgenommen.

 

 

Warum realisieren Sie mit Leidenschaft Medienprojekte mit Ihren SchülerInnen?

 

Alle meine multimedialen Projekte haben das Ziel, den individuellen und sozialen Entwicklungsprozess des Kindes zu fördern. Einerseits versuche ich Basiswissen im Umgang mit dem Arbeitsgerät PC zu vermitteln und andererseits, die SchülerInnen zu selbstständigem, zielorientiertem, kreativem, aber auch kritischem Umgang mit Medien zu erziehen.

Der Umgang mit dem Computer ist heute bereits in vielen Familien eine Selbstverständlichkeit, trotzdem kommen die Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule. Die Selbstverständlichkeit und Ungehemmtheit im Umgang mit dem Computer, ihre Freude am Tun und Lernen, ihre Energie und ihr Arbeitseifer motivieren ungemein.

 

Wir leben in einer leistungsorientierten Gesellschaft. Daher ist es sinnvoll, so früh als möglich zu beginnen, sich seiner eigenen Leistungsfähigkeit bewusst zu werden, diese mit anderen in Wettbewerben bzw. Kompetenztests zu vergleichen, eigene Schwächen bzw. Stärken zu erkennen und gemeinsam Lösungswege zu finden, diese zu überwinden.

 

Welche Tipps haben Sie für KollegInnen?

 

Kinder sind grundsätzlich bei Schuleintritt von ihrem Handeln überzeugt. Sie haben keine Zweifel daran, alles umsetzen zu können, was sie sich vornehmen. Sie sind lernmotiviert, wissbegierig und hegen dem Medium Computer gegenüber keine Berührungsängste.

 

Multimediale Projekte führen dazu, dass sich Kinder viel intensiver mit Themen auseinandersetzen.

 

Sie unterstützen fächerübergreifendes Lernen und steigern durch Formen des Selbstlernens und des kooperativen Arbeitens die Lerneffektivität.

 

Die Integration der Medien in den Grundschulunterricht bereichert unsere Unterrichtsarbeit und öffnet unseren Kindern den Weg zum eigenverantwortlichen, kooperativen, konstruktiven Lernen und zum produktiven Wissenserwerb.

 

Sie sollen die vielfältigen Anwendungs- und Kommunikationsmöglichkeiten zum Lernen, zum Gestalten und zur Informationsbeschaffung kennenlernen, um sie nach Wunsch und Bedarf anwenden zu können.

 

Die Wartung und die Auseinandersetzung mit den Rechnern und Programmen erfordern Zeit. Kalkulieren Sie diesen zeitlichen Zusatzaufwand in Ihre Unterrichtsarbeit ein.

 

Hier finden Sie Arbeiten meiner ersten Klasse:


http://coolkids2012.blogspot.co.at/2012/09/arbeit-am-pc.html

 

Tierolympiade – das Video:


 

 

Tierolympiade – unser Blog „Wir lieben Sport“:

http://coolkids12.wordpress.com/

 

 

 

 

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