Gespräch mit Bernhard Heinzlmaier über „Generation EGO“

 

„Das vereinzelte Ego ist immer auf dem Sprung, auf dem Sprung von einem Schwarm zum nächsten.“ So lautet einer der zentralen Thesen in „Generation Ego“.


Zusammen mit Philipp Ikrath hat Bernhard Heinzlmaier im Herbst 2013 das Buch „Generation EGO. Die Werte der Jugend im 21. Jahrhundert“ publiziert. Das Buch wurde in vielen Medien diskutiert. Schließlich gehen die beiden Autoren den Fragen nach, inwiefern heutige Gemeinschaften sich auflösen und welchen Einfluss die kapitalistischen Zustände auf die Lebensbereiche der Jugend haben.

 

Vor kurzem trafen wir Bernhard Heinzlmaier im Wiener Caféhaus Weidinger. Für uns war es sehr spannend zu erfahren, was der Jugend- und Marktforscher über die Rolle von Schule und Medienkompetenz denkt!

 

Danke an das Café Weidinger , dass wir bei euch drehen durften!

 

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=9BYuzfFSq28

 

Und hier einige markante Thesen aus „Generation EGO“:

 

„[Darauf] steuern wir zu, auf eine Nicht-Gemeinschaft atomisierter Einzelwesen, die einzig mit Karriere, Konsum und der Arbeit am eigenen Selbst beschäftigt sind (…).“ (S. 43)

 

„Die jungen Menschen brauchen (…) einen Lebenssinn, der über den Austausch von Gütern mit Gewinn und Verlust hinausgeht. Woher kann dieser Lebenssinn (…) kommen? Wahrscheinlich in erster Linie aus der Kultur, aus dem Reich der nutzlosen Schönheiten, aus der Kreativität, der Kunst, (…), aus sozialen Netzwerken und anderen Internetkommunikationsplattformen.“ (S. 43)

 

„Die Utopie, das Medium Internet könne Menschen unterschiedlicher sozialer Milieus und kultureller Ausrichtung zu einer einzigen Community vereinen, muss vorerst als gescheitert betrachtet werden.“ (S. 166)

 

„Wie man im echten Leben behandelt wird, hängt in mediatisierten Gesellschaften zu einem guten Teil vom Grad der Virtuosität ab, mit der man sein virtuelles Selbstbild pflegt.“ (S. 171)

 

Heinzlmaier, Bernhard; Ikrath, Philipp: Generation EGO. Die Werte der Jugend im 21. Jahrhundert. Wien: Promedia Verlag 2013.

 

 

 

 

 

 

 

Zur Person:

Bernhard Heinzlmaier (geboren 1960 in Wien) ist seit über zwei Jahrzehnten in der Jugendforschung tätig. Er ist Mitbegründer des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien und seit 2003 ehrenamtlicher Vorsitzender. Hauptberuflich leitet er das Marktforschungsunternehmen tfactory in Hamburg.

 

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